Düsseldorf. Elektro- und Informationstechnik, Anlagenmechatronik, Heizungs- und Klimatechnik – und natürlich der Dauerbrenner, die Ausbildungsberufe rund ums Kfz: Es sind smarte oder robuste, gebäude- oder Werkstatt- und produktionsnahe Ausbildungsberufe, die bei Schulabgängern derzeit den Vogel abschießen. Das Handwerk insgesamt gewinnt im vierten Jahr in Folge mehr Nachwuchs. Zwischen Januar und Juli wurden bundesweit 5 % mehr neue Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrollen der Handwerkskammern eingetragen. Auch im Kammerbezirk Düsseldorf geht der Berufsbereich im Blaumann, Laborkittel und Bäcker-Pepita als einziger im Großraum Rhein-Ruhr, Niederrhein und Bergisches Land zu Beginn des neuen Ausbildungsjahrs von leichten Zuwächsen aus (die genauen Zahlen – noch ohne vorzeitige Lösungen – werden zum jährlichen Melde-Stichtag 30.9. ermittelt). „Das Arbeiten mit Werkzeug und Metall ist klar im Trend“, spitzt der für Berufsbildung zuständige Geschäftsführer der größten Handwerkskammer des Landes HWK Düsseldorf, Dr. Christian Henke, das Zwischenbild vom Ausbildungsmarkt zu.
Der Stimmungswandel zugunsten der „Karriere mit Gefühl“ – so der Slogan der diesjährigen bundesweiten Imagekampagne des Handwerks – habe auch mit der Klimadebatte zu tun, die für einen Schub an energetischer Erneuerung durch Wärmepumpen, Solaranlagen und allgemein mehr Energieeffizienz gesorgt hat. „Junge Menschen erkennen im Handwerk ihre Zukunft, in der sie aktiv werden, Ergebnisse sehen und etwas Sinnvolles tun können,“ weiß Henke. „Hier passt`s einfach sehr oft: Ein familiäres Betriebsklima, Teamwork, das Menschliche stimmt und die Entwicklungsperspektiven auch.“
Die HWK weist darauf hin, dass aktuell, auch nach Beginn des neuen Ausbildungsjahrs 2026/27, im Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper noch zwischen 400 und 450 freie Ausbildungsstellen in mehr als 50 Handwerksberufen verfügbar sind, aufrufbar unter www.hwkduesseldorf.de/lehrstellen. Für noch Unentschlossene oder Unversorgte bietet die mit 3.000 Besuchern größte Ausbildungsmesse im nordrheinischen Landesteil „stuzubi“ am Samstag, 19. September, in der Mitsubishi Electric Halle noch ergiebige Möglichkeiten zur Erkundigung – und eigenen Erkundung in einer gesonderten, reichlich mit Lebenden Werkstätten bestückten „Erlebniswelt Handwerk.“
Der Messe-Besuch ist kostenfrei nach vorheriger Online Ticketbuchung; Tickets gibt es direkt unter www.stuzubi.de/messen/duesseldorf.

