St. Anna: Nachtwallfahrt nach Neviges

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Lintorf. Wenn die Welt noch schläft, beginnt für viele Menschen aus der Region ein besonderer Weg der Gemeinschaft. Am frühen Morgen des 20. Juni lädt die Gemeinde St. Anna zur 18. Nachtwallfahrt zum Mariendom nach Velbert-Neviges ein. In diesem Jahr bricht die Wallfahrt zu neuen Ufern auf: Erstmals ist sie als gemeinschaftliches Erlebnis für die gesamte Pastorale Einheit (PE) konzipiert.

Die Nachtwallfahrt ist weit mehr als eine sportliche Wanderung über 27 Kilometer. Sie ist eine Einladung zur Entschleunigung und inneren Einkehr.

„Die Atmosphäre im Angertal bei Sonnenaufgang, wenn der Tau noch auf den Feldern liegt, ist jedes Jahr aufs Neue ein tiefes Erlebnis“, beschreibt das Organisationsteam die besondere Faszination der Route.

Der Weg von Lintorf nach Neviges wird durch ein geistliches Programm mit Gebeten, Interviews und Impulsen begleitet, die Raum für Reflexion bieten. Nach einer großen Pause in Flandersbach endet der Fußweg am Pilgersaal in Neviges, wo ein gemeinsames, gemeindefinanziertes Frühstück auf die Pilger wartet. Den feierlichen Abschluss bildet um 11:30 Uhr der Gottesdienst im Mariendom, zelebriert von Kaplan Kingsly.

Das Team um Jugendreferentin Franziska Römelt und Kaplan Kingsly verfolgt in diesem Jahr ein ehrgeiziges Ziel: Die Wallfahrt soll als Sternweg die verschiedenen Gemeinden der Pastoralen Einheit physisch und symbolisch verbinden.

Da fast alle Kirchen der PE etwa acht Kilometer vom Parkplatz Angertal entfernt liegen, fungiert dieser als zentraler Sammelpunkt. Von dort aus ziehen alle Gruppen vereint als großer Pilgerzug weiter zum Dom. „Wir sind überzeugt, dass diese Wallfahrt ein starkes Zeichen für das Zusammenwachsen unserer PE sein kann“, so das Organisationsteam.

Mitstreiter und Talente gesucht
Damit dieses Großereignis gelingt, sucht die Gemeinde noch Unterstützung. „Wir suchen händeringend Gitarrenspieler, die uns während des Wanderns musikalisch begleiten“, lautet der Aufruf der Organisatoren.

Die Wallfahrt richtet sich an alle Generationen – von Kindern bis zu Senioren – und an alle Menschen, die Natur und Spiritualität suchen, unabhängig von ihrer Nähe zur Kirche. In der Vergangenheit nahmen durchschnittlich 60 Personen teil, bei Jubiläen sogar bis zu 120.