Knotenpunkt Europaring und Bechemer Straße

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Ratingen Die Fraktionen von CDU, BU und FDP bringen zur Vorlage 33/2026 einen gemeinsamen Antrag in die politische Beratung ein. Ziel ist es, die geplante Umgestaltung des Knotenpunkts Europaring und Bechemer Straße konstruktiv weiterzuentwickeln und zentrale Aspekte wie Verkehrsfluss, Sicherheit und Einsatzzeitoptimierung für Rettungskräfte ausgewogen zu berücksichtigen.

Ausgangspunkt ist der von der Verwaltung vorgelegte Planungsansatz, der eine grundlegende Überarbeitung des Knotenpunkts vorsieht. Hintergrund sind unter anderem erkannte Defizite in der bestehenden Verkehrsführung sowie eine Unfallhäufung, insbesondere im Bereich des Fuß- und Radverkehrs durch Linksabbieger von der Industriestraße in den Europaring. Die Fraktionen begrüßen ausdrücklich das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Radverkehrsführung an aktuelle Standards anzupassen.

Gleichzeitig wird mit dem gemeinsamen Antrag angeregt, einzelne Maßnahmen im weiteren Planungsprozess noch einmal vertieft zu prüfen und anzupassen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Leistungsfähigkeit des stark frequentierten Knotenpunkts sowie seine Bedeutung für den überörtlichen Verkehr und die Erreichbarkeit im Einsatzfall.

So wird vorgeschlagen, den geplanten Wegfall des freien Rechtsabbiegers von der Industriestraße auf den Röntgenring nicht weiterzuverfolgen. Der Knotenpunkt weist bereits heute eine hohe Verkehrsbelastung auf, mit täglichen Verkehrsaufkommen von bis zu 13.000 Fahrzeugen auf den angrenzenden Straßen. Vor diesem Hintergrund soll sichergestellt werden, dass die Leistungsfähigkeit auch künftig gewährleistet bleibt und Rückstaus auf der Industriestraße nicht zusätzlich verstärkt werden.

Ein weiterer Aspekt betrifft die geplante Mittelinsel im Bereich des Röntgenrings. Hier betrachten die Fraktionen die tatsächliche Nutzung und den verkehrlichen Mehrwert im weiteren Verfahren kritisch und schlagen vor, auf diese zu verzichten.

Besondere Bedeutung messen CDU, BU und FDP zudem der Rolle des Knotenpunkts für Feuerwehr und Rettungsdienst bei. Der weit größte Teil der Einsätze wird über diesen Kreuzungsbereich abgewickelt, sodass eine leistungsfähige und möglichst störungsfreie Verkehrsführung von zentraler Bedeutung für die Einhaltung der Hilfsfrist ist. Vor diesem Hintergrund fordern die Fraktionen, dass im Zuge der Umgestaltung, die auch eine Erneuerung der Lichtsignalanlage beinhaltet, auch die bereits beschlossene Vorrangschaltung für Einsatzfahrzeuge konsequent umzusetzen.

Insgesamt verfolgen die Fraktionen mit ihrem gemeinsamen Antrag das Ziel, den vorliegenden ersten Planungsschritt sinnvoll zu ergänzen und eine ausgewogene Lösung zu erreichen, die sowohl den Anforderungen an moderne Mobilität als auch den praktischen Erfordernissen des Verkehrsalltags gerecht wird.

Im Bezirksausschuss Ratingen-Mitte wurden die Verbesserungen mehrheitlich angenommen, sodass sie in die weitere Beratung und detailliertere Planung einfließen können.

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