TTR: Rückschlag im Rennen um Bundesligaaufstieg

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Ratingen. Der vierte Platz steht beim dritten Saisonrennen der 2. Triathlon-Bundesliga Nord für das Triathlon Team Ratingen 08 (TTR). Die junge Mannschaft von Cheftrainer Georg Mantyk musste etwas ersatzgeschwächt ins niedersächsische Salzgitter reisen, konnte mit dieser Leistung die Chancen auf einen­ Aufstieg in die 1. Liga aber aufrecht erhalten. Nach 750 Metern Schwimmen, 25 Kilometern auf dem Rad und fünf Laufkilometern sicherten sich die schärfsten Konkurrenten aus Hamburg in Salzgitter den Sieg.

Max Lou Kerth, Jan Ortjohann, Jonah Rühlemann, Morten Schmidt und Gerrit Schubert zeichneten für das wieder einmal gute Resultat des TTR verantwortlich. „Die Jungs haben alles gegeben und einen starken Wettkampf absolviert. Chapeau“, war Mantyk sehr zufrieden mit seinen Schützlingen. Ein Extralob erhielt Jan Ortjohann, der nach 1:01:20 Stunden als erster Ratinger und Gesamtfünfter über die Ziellinie lief. „Jan hat nach einer sehr langen Verletzungspause ein tolles Comeback geschafft.“

Auch das restliche Quartett wusste zu überzeugen. Morten Schmidt kam acht Sekunden nach Ortjohann als Sechster ins Ziel, Gerrit Schubert wurde 39. nach 1:03:39 Stunden und Max Lou Kerth folgte auch hier acht Sekunden nach seinem Mannschaftskollegen auf Rang 43. Der Jüngste im Team, der 17-Jährige Debütant Jonah Rühlemann, musste wegen eines Raddefektes leider aufgeben, zeigte aber sein Talent.

Der Teenager war für den kurzfristig erkrankten Leon Vollstedt nominiert worden. „Ich habe ihn da einfach mal reingeschubst“, so Mantyk, der den leider verkürzten Sporttag ausdrücklich hervorhob. „Er hat ein Superrennen gemacht bis zum Radplatten: bärenstarkes Schwimmen, schneller Wechsel und auf dem Rad in der ersten Gruppe. Schade, dass er dann komplett raus musste aus dem Wettkampf.“ Da die ersten vier Athleten eines jeden Teams in die Wertung kommen, war Rühlemanns Auftritt das so genannte „Streichresultat“.

Aufstiegshoffnungen des TTR bleiben bestehen
Trotz aller Zufriedenheit über den Salzgitter Triathlontag hatten die Verantwortlichen des TTR auch ein weinendes Auge mit Blick auf das Bundesliga-Rennen. „Hätte, hätte, Fahrradkette, klar. Aber mit Leon Vollstedt in Normalform wäre hier der Sieg sehr wahrscheinlich gewesen“, trauerte Mantyk dieser historischen Möglichkeit auch ein wenig nach. Stattdessen konnte das Tri Team Hamburg, ärgster Konkurrent im Aufstiegsrennen, seinen Vorsprung gegenüber den Dummeklemmern in der Tabelle vergrößern. Anstelle des erhofften (und möglichen) Gleichstandes weisen die Norddeutschen nun vier Zähler mehr als die Ratinger auf.

Andererseits gibt der Coach auch zu, dass er mit einem so guten Ergebnis in Anbetracht der Aufstellung nicht gerechnet hatte. „Wir hatten nach Leons Ausfall Platz acht als Ziel anvisiert, insofern hat die Mannschaft wirklich überzeugt und wir können noch optimistisch in die zwei weiteren Saisonrennen gehen.“ Die Aufstiegshoffnungen haben zwar einen kleinen Dämpfer erhalten, aber sie bleiben immerhin noch bestehen.

Die kommenden Wettkämpfe versprechen daher Spannung. In 13 Tagen steht in Grimma der nächste Sprinttriathlon der 2. Bundesliga Nord im Kalender, das Finale findet am 3. September in Hannover statt. „Im Triathlon kann vieles passieren, wir kämpfen weiter“, haben Mantyk und die „Jungen Wilden“ des TTR ihren Enthusiasmus nicht verloren.

Weitere Information zum Triathlon Team Ratingen finden sich unter ttr08.de.

Morten Schmidt (von links), Max Lou Kerth, Jonah Rühlemann, Gerrit Schubert und Jan Ortjohann (Foto: privat)

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