Kreis Mettmann. Am Karfreitag, 3. April, und in der Nacht auf den Karsamstag, 4. April, hat die Polizei anlässlich des sogenannten „Car-Freitags“ einen Schwerpunkteinsatz zur Kontrolle der Raser-, Tuning- und Autoszene im Kreis Mettmann durchgeführt. Die Verkehrsexperten prüften gemeinsam mit Streifenpolizisten szenebekannte Treffpunkte.
Insgesamt wurden keine größeren Ansammlungen von Tunern oder Autoposern festgestellt. An szenebekannten Parkplätzen im Kreis wurden lediglich einzelne Autos angetroffen. Bei den durchgeführten Kontrollen hatten die Polizisten nur wenig zu beanstanden.
Eine der festgestellten Ordnungswidrigkeiten betraf einen Fahrer, bei dessen Auto durch Veränderung an der Auspuffanlage und an der Rad-Reifenkombination die Betriebserlaubnis erloschen war. Das Auto wurde mittels eines Abschleppdienstes zu einer Prüfstelle gebracht, um die Mängel zu dokumentieren.
Während des Einsatzes wurden zuvor nicht veröffentlichte Geschwindigkeitskontrollen insbesondere in Velbert und Heiligenhaus durchgeführt. Insgesamt wurden hierbei 138 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.
In 106 Fällen werden die Überschreitungen mit einem Verwarngeld geahndet. 32 Fahrerinnen und Fahrer erhalten Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Unrühmlicher „Tagesschnellster“ war ein Motorradfahrer, der mit 115 Stundenkilometer (km/h) bei erlaubten 50 km/h die Kontrollstelle passierte. Den Mann erwartet jetzt ein Bußgeld von mindestens 600 Euro, ein zweimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte im Fahreignungsregister.
Ebenfalls eingesetzt auf den bekannten und beliebten Ausflugsstrecken war erneut das so genannte „ProVida“-Krad der Kreispolizeibehörde Mettmann. Das speziell zur Verkehrsüberwachung umgerüstete zivile Motorrad der Kreispolizeibehörde Mettmann ist in der Lage, Geschwindigkeitsüberschreitungen während der Fahrt festzustellen und beweiskräftig zu videografieren.
Polizeihauptkommissar Thorsten Lamb, Leiter der Motorradstaffel und Einsatzleiter am gestrigen Karfreitag: „Der öffentliche Verkehrsraum und seine Straßen sind keine Rennstrecken und keine Schauplätze für ein Kräftemessen oder zur Selbstinszenierung. Aus diesem Grund schreiten wir konsequent gegen Raser ein. Zudem haben wir nicht nur am sogenannten Car-Freitag auch die Tuning-Szene im Blick. Es spricht nichts dagegen, dass sich Autoliebhaberinnen und -liebhaber mit ihren Fahrzeugen präsentieren möchten – aber nur, solange die Regeln eingehalten werden. Bei Verstöße zeigen wir keine Toleranz, denn die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr hat höchste Priorität.“


