Peter Beyer: Infrastruktur, Klimaschutz und Digitalisierung

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Heiligenhaus. Als sich die schwere Tür zum Rechenzentrum öffnet, schlägt Peter Beyer eine Welle warmer Luft entgegen, dahinter Reihen blinkender Serverracks, gedämpftes Surren, der Boden leicht erhöht, die Gänge penibel geordnet. Zwischen Kabelsträngen und Sicherheitszonen lässt sich der CDU-Bundestagsabgeordnete erklären, wie in Heiligenhaus auf engstem Raum digitale Hochleistungs-Infrastruktur entstanden ist, die Kommunen und Unternehmen in der Region künftig vernetzen soll. 

Beyer besuchte das neue YEXIO-Rechenzentrum von HOCHTIEF im Unternehmens- und Innovationspark Heiligenhaus. Geschäftsführer Marius Mählmann, Bernd Holtwick (CFO/COO HOCHTIEF PPP Solutions) und Bernd Reuther (Senior Vice President Public Affairs) informierten in einem mehrstündigen Austausch über die hochmoderne Anlage, die seit September 2025 in Betrieb ist. Im Mittelpunkt standen Fragen der Datensicherheit, der Versorgung von Kommunen und Mittelstand sowie die Rolle solcher Rechenzentren für die digitale Souveränität Deutschlands. 

Beyer hob die Bedeutung des Standorts Heiligenhaus im Innovationspark mit direkter Anbindung an die A44 hervor: „Hier zeigt sich, dass gute Verkehrsinfrastruktur und digitale Infrastruktur zusammengehören, ohne A 44 kein solcher Zukunftsstandort.“ Seit Jahren setzt er sich in Berlin als zuständiger und direkt gewählter Abgeordneter für die Fertigstellung und die Priorisierung der A 44 ein, von der insbesondere Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath profitieren. „Wenn wir wollen, dass weitere innovative Unternehmen wie HOCHTIEF hier investieren, müssen wir als Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, auf der Straße, im Glasfasernetz und im Baurecht“, so Beyer. 

Beim Rundgang wurde deutlich, dass das YEXIO-Rechenzentrum vor allem Unternehmen und öffentliche Verwaltungen adressiert, die ihre Daten sicher und in der Region verarbeiten wollen. „Wir dürfen uns bei kritischer digitaler Infrastruktur nicht von anderen Staaten abhängig machen“, zeigte sich Beyer überzeugt. „Solche hochmodernen, energieeffizienten Rechenzentren vor Ort machen unsere Wirtschaft widerstandsfähiger, schützen sensible Daten und stärken die Handlungsfähigkeit von Kommunen.“ 

HOCHTIEF setzt auf ein Netzwerk dezentraler Rechenzentren in Deutschland und Europa, die nah an Metropolregionen liegen, ohne wertvolle Innenstadtflächen zu belegen. Für Beyer ist das ein wichtiger Baustein, um Deutschland schneller digital zu machen: „Wir brauchen mehr solcher Projekte im Umfeld unserer Städte.“ Besonders hob er hervor, dass das Rechenzentrum mit einem Bruchteil der sonst üblichen Fläche auskommt und dennoch hohe Leistung bietet, was auch städtebaulich ein Pluspunkt ist. 

Der Bundespolitiker zeigte sich auch beeindruckt von der Geschwindigkeit der kommunalen Verfahren. Die Baugenehmigung wurde innerhalb weniger Wochen erteilt, ein Signal, dass Verwaltung, Stadt und Unternehmen an einem Strang ziehen. „Wenn Genehmigungen so zügig laufen, ist das ein echter Standortvorteil. Davon brauchen wir in Deutschland mehr, gerade bei digitaler Infrastruktur“, kommentierte Beyer. 

Positiv bewertete er auch die Gespräche über die Pläne zur Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums für das benachbarte Schwimmbad. „Hier wird Digitalisierung mit Klimaschutz verheiratet, genau so stelle ich mir einen modernen Innovationspark vor“, erklärte Beyer. Der Unternehmens- und Innovationspark Heiligenhaus stehe beispielhaft dafür, wie Kommunen mit nachhaltigen Projekten neue Unternehmen anziehen und Arbeitsplätze schaffen können. 

HOCHTIEF plant, in den kommenden Jahren weitere Standorte in Deutschland und Europa zu erschließen, um ein Netz nachhaltiger EDGE-Rechenzentren aufzubauen. Aus Sicht des Bundestagsabgeordneten ist dafür ein intensiverer Austausch zwischen Politik und Digitalwirtschaft notwendig. „Wir brauchen einen engeren Schulterschluss, damit wir als Gesetzgeber verstehen, was die Branche braucht und die Unternehmen wissen, welche sicherheits- und datenschutzrechtlichen Anforderungen wir haben“, sagt Beyer.  Sein Fazit nach dem Besuch fällt klar aus: „Heiligenhaus zeigt, was möglich ist, wenn Kommunalpolitik, Unternehmen und Investoren an einem Tisch sitzen. Diesen Geist brauchen wir bundesweit, damit Deutschland digital schneller und zugleich sicherer wird.“

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