Neuer Kurs Notfallseelsorge beginnt

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Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. Insgesamt 17 Frauen und Männer werden ab Mitte August auf den Dienst in der Notfallseelsorge vorbereitet.

Im Frühjahr schrieb die Notfallseelsorge den Kurs in den Gemeindebriefen aus. Die Resonanz darauf war groß. „Wir haben mehr Bewerberinnen und Bewerber als Plätze“, sagt Detlef Tappen, katholischer Koordinator. 

Die Ausbildung umfasst 114 Unterrichtsstunden und dauert ein halbes Jahr. Neben den Koordinatoren unterrichten auch Teammitglieder, ein Polizeiseelsorger, Opferschützer der Polizei und Koordinatoren aus Nachbarsystemen.

Inhaltlich geht es vor allem um kommunikative und seelsorgerliche Kompetenzen. Unterschiedliche Einsatzszenarien mit ihren spezifischen Eigenheiten und Abläufen werden intensiv besprochen, ebenso die Zusammenarbeit mit Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei.

„Es ist uns wichtig, dass alle Teilnehmenden sicher in Einsätze gehen können. Deshalb werden sie auch nach der theoretischen Ausbildung durch erfahrene Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger begleitet“, sagt André Carouge, evangelischer Koordinator. Dabei ist hilfreich, dass im Normalfall Zweierteams zu Einsätzen im Kreis Mettmann herausfahren. Mehrfach monatlich angebotene Intervisionstreffen sollen dabei helfen, das Erlebte zu reflektieren und offene Fragen im kollegialen Austausch zu klären. 

Am Ende der Ausbildung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ihre jeweilige Kirche für den Dienst in der Notfallseelsorge beauftragt. Im kommenden Kurs ist erstmalig ein Muslim dabei.  Es arbeiten neben den hauptamtlichen Notfallseelsorgenden, deren Anzahl je nach Einsätzen variiert, rund 40 ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger an 365 Tagen und 24 Stunden im Kreis. Zu rund 200 Einsätzen jährlich wird die Notfallseelsorge durch die Kreisleitstelle alarmiert.