Lintorf. Die Lampisten geben einem Musik-Act aus der Region die Chance auf die große Bühne des Lintorf Open Air 2026. Bewerbungen für den Nachwuchs‑Slot sind bis zum 1. Mai möglich.
„Wir haben in der Region unglaublich viel Talent. Es braucht aber Auftrittsmöglichkeiten, damit aus Proberaum‑Träumen echte Bühnenerfahrungen werden“, so Melanie Meyer, Vorsitzende des Vereins Die Lampisten. Der Brauchtumsverein gibt auch 2026 einer Nachwuchsband oder einen Solo‑Act auf der großen Bühne des Lintorf Open Air (LOA) vor rund 1.000 Konzertbesucherinnen und -besuchern die Möglichkeit eines Auftritts.
Wer, was, wann, wo
Gesucht werden junge Bands und Solo‑Künstlerinnen oder ‑Künstler aus der Region rund um Ratingen, die eigene Songs oder eigenständig interpretierte Cover im Repertoire haben. „Stilistisch ist alles möglich“, so der Geschäftsführer Andreas Kaufmann. Er verantwortet wie in den Vorjahren das Booking und ist zentraler Ansprechpartner für alle Fragen rund um Auftritt, Ablauf und Technik. Wichtig ist den Lampisten, dass die Acts live‑erfahren genug sind, ein 30‑ bis 45‑minütiges Set auf einer Bühne zu spielen und Lust auf das gemeinsame Erlebnis haben.
Das Lintorf Open Air findet am Samstag, 22. August, auf dem Sportplatz an der Jahnstraße in Ratingen‑Lintorf statt. Organisiert wird das Benefizfestival von Die Lampisten, einem Verein, der sich in Lintorf vor allem durch Karneval, Kulturveranstaltungen und ehrenamtliches Engagement einen Namen gemacht hat. Bewerben können sich Bands und Einzelkünstler ab sofort bei Kaufmann, info@lampisten.de. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Mai.
Mehr als nur eine Bühne
Neben dem Benefizgedanken legen die Lampisten Wert auf die Förderung der lokalen Musikszene. „Nach Corona sind viele klassische Nachwuchsbands verschwunden, Proberäume sind knapp und kleinere Auftrittsmöglichkeiten werden seltener“, sagt Meyer. „Wir möchten ein Gegengewicht bieten und jungen Leuten zeigen: Eure Musik hat hier einen Platz.“ Wer den Zuschlag erhält, spielt nicht irgendwo, sondern auf einer professionell ausgestatteten Bühne, die sich vor größeren Festivals der Region nicht verstecken muss. Für den technischen Part ist der 2. Vorsitzende Niklas Golz verantwortlich, der gemeinsam mit Max Julius Werthebach und Daniel Georg die komplette Video‑ und Kameratechnik plant und betreut. Denn neben der Bühne gehört zum LOA auch eine große 20 Quadratmeter große Videowall, die das Geschehen live überträgt und für Festival‑Atmosphäre sorgt.
Für die ausgewählte Band bedeutet der Auftritt nicht nur Sichtbarkeit vor großer Kulisse, sondern auch die Möglichkeit, sich im Umfeld renommierter Profibands zu präsentieren. In den vergangenen Jahren standen beim LOA unter anderem „Fresh Music Live“, „Decoy“ oder die „Die Schlagerschlampen“ sowie weitere überregional bekannte Acts auf dem Programm. Immer wieder holt Kaufmann Bands nach Lintorf, die dann auch auf anderen Bühnen der Stadt sich wiederfinden. Es handelt sich immer um Profimusiker, die neben ihren eigenen Projekten auch mit namhaften Künstlern durch ganz Europa touren.
Der Nachwuchs‑Slot ist fester Bestandteil des Konzepts des LOAs. „Wir wollen, dass junge Musikerinnen und Musiker aus unserer Gegend die Erfahrung machen, wie es ist, professionell betreut auf einer großen Bühne zu stehen“, betont Meyer. Dazu gehören Soundcheck, Bühnenplan, Technikbriefing und natürlich der Moment, in dem das „Licht angeht“.
So läuft die Bewerbung
Für die Bewerbung wünschen sich die Lampisten eine kurze Vorstellung der Band oder des Acts, Angaben zur Besetzung und zur Stilrichtung, wer ein Hörbeispiele (Link zu Streams oder Videos) hat, sollte dies mitsenden, sowie, wenn vorhanden, Hinweise auf bisherige Auftritte. Idealerweise sollten die Musikerinnen und Musiker im nahen Umkreis um Ratingen oder der näheren Umgebung stammen und im Spätsommer zuverlässig verfügbar sein. Aus allen Einsendungen wählen die Organisatoren gemeinsam einen Act aus, der den Nachwuchs‑Slot beim LOA 2026 erhält. Wer sich ein Bild vom Festival machen möchte, findet Eindrücke, Fotos und weitere Informationen auf www.lampisten.de sowie auf den Social‑Media‑Kanälen des Vereins. Falls die Resonanz ähnlich groß ausfällt wie im Vorjahr, schließen die Lampisten nicht aus, darüber hinaus weitere Möglichkeiten für Nachwuchskünstler bei künftigen Veranstaltungen zu schaffen.


