Düsseldorf. Das Brandunglück am Düsseldorfer Flughafen jährte sich zum 30. Mal. Am 11. April 1996 verloren 17 Menschen ihr Leben, über 80 wurden zum Teil schwer verletzt. Die tragischen Ereignisse werden immer Teil der Geschichte des Flughafens, der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Landes Nordrhein-Westfalen sein.
Der Jahrestag wird – auch in Absprache mit den Angehörigen – seit dem zehnjährigen Jahrestag in aller Stille und nicht mehr im öffentlichen Rahmen begangen. Wie bereits in den Jahren zuvor stand der Gedenkraum auch in diesem Jahr ab 15 Uhr ausschließlich den Angehörigen der Opfer zur Verfügung. Für 15:31 Uhr lud der Flughafen seine Fluggäste, Besucher und Mitarbeiter über eine terminalweite Durchsage dazu ein, eine Minute im Gedenken an die Opfer innezuhalten. Zu dieser Uhrzeit ging am 11. April 1996 der erste Alarm bei der Flughafenfeuerwehr ein.
Am Jahrestag des Unglücks legten Landesminister Oliver Krischer (Grüne), Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Stephan Keller, und Vertreter des Flughafens im Gedenkraum einen Kranz nieder und trugen sich in ein Kondolenzbuch ein, um den Opfern des Brandes in einem würdigen Rahmen zu gedenken. Das Kondolenzbuch liegt bis Donnerstag, 16. April, für Eintragungen im Gedenkraum bereit.
Der Brand wird immer Teil der Geschichte des Flughafens sein. Die Erinnerung ist für den Flughafen mit der Verpflichtung verbunden, dafür Sorge zu tragen, dass sich ein solches Ereignis nie wiederholt. Seitdem setzt der Airport richtungsweisende Sicherheitsmaßstäbe. Zahlreiche Maßnahmen wie das Verbot bestimmter Baustoffe und die grundsätzliche Reduzierung brennbarer Materialien, verschärfte Anforderungen an Klima- und Lüftungsanlagen, die Installation von Entrauchungsanlagen, um Rettungswege rauchfrei zu halten oder auch Brandfallsteuerungen der Aufzüge fanden Eingang in landes- und bundesrechtliche Bauvorschriften. Ende März dieses Jahres wurde die neue Hauptwache der Flughafenfeuerwehr in Betrieb genommen. Der Flughafen investierte 65 Millionen Euro in eine der modernsten Feuerwachen Europas und damit, dank modernster Technik, in Sicherheit und eine zukunftsfähige Infrastruktur.


