FDP: Podiumsdiskussion Wohnungsnot

Werbung

Ratingen. Die Ratsfraktion der Freien Demokratischen Partei (FDP) lädt am Dienstag, 18. Oktober, 19 Uhr zur zur Diskussionsveranstaltung „Wohnungsnot in Deutschland? – Konsequenzen für Ratingen“ in der Stadthalle Ratingen (Kleiner Saal), Schützenstraße 1.

Inflation, steigende Bauzinsen, der Ukraine-Krieg und die Energiekrise machen dem Immobilienmarkt schwer zu schaffen. „Aber damit nicht genug, denn rapide steigende Baukosten, nur eingeschränkt verfügbare Baumaterialien, Fachkräftemangel im Handwerk und eine ständige Verteuerung von Bauland tragen zu trüben Aussichten auf dem Wohnungsmarkt bei“, so Markus Sondermann, Fraktionschef der FDP in Ratingen. So ist der Ifo-Index der Geschäftserwartungen im Wohnungsbau auf den tiefsten Stand seit Beginn der Befragung (1991) gefallen.

Unabhängig davon sind natürlich die Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes wesentlich zu beachten, insbesondere Kohlendioxid-Reduktionen, nachhaltiges Bauen und die energetische Optimierung der Gebäude werden nicht nur wegen der Energiekrise wichtiger.

„Aus der Branche hört man immer wieder, dass im Bau befindliche Häuser und Wohnanlagen noch fertiggestellt werden, man aber bei neuen Projekten äußerst vorsichtig agiert“, so Manfred Kleinen, Sprecher für Stadtentwicklung und Mobilität der FDP-Fraktion. In den letzten Jahren mühsam akquirierte Projekte werden nicht umgesetzt. Bereits mehr als jedes zehnte Wohnungsbauunternehmen berichtet, dass Bauherren Aufträge storniert haben.

Was bedeutet das für Ratingen?
Nimmt man das Ziel der Bundesregierung, pro Jahr 400.000 neue Wohnungen zu bauen, wären das in Ratingen etwa 400. Dieses Ziel hat Ratingen klar verfehlt, denn in den letzten Jahren sind zwischen 84 und 119 Wohnungen jährlich fertiggestellt worden, also gerade einmal etwa ein Viertel. Hier ist in der Zeit des Immobilienbooms viel verpasst worden. Auch deshalb steigen die Preise stark an.

Nun sind mittlerweile einige größere Vorhaben im Bau, zum Beispiel die Projekte Hans-Böckler-Straße und Alter Kirchweg von der Wo-Ge-Ra und das Bechemer Carree von Essen-Nord, oder zumindest in der Planungsphase, wie Goldkuhle in Hösel. Andere Projekte wie die Restrukturierung alter Gewerbegebiete in West in Verbindung mit der Ratinger Weststrecke mit dem neuen Bahnhof West oder die Entwicklung des Sportplatzes Friedrich-Mohn-Straße in Mitte kommen in Bewegung.