BU: Konzept für Senioren- und Generationenquartiere

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Ratingen. Die Bürger-Union Ratingen setzt sich für die Entwicklung von Senioren- und Generationenquartieren im gesamten Stadtgebiet ein. Mit einem Antrag an den Rat der Stadt fordert die Fraktion die Verwaltung auf, geeignete Wohngebäude und Wohnanlagen zu identifizieren, Gespräche mit Wohnungsunternehmen und sozialen Trägern aufzunehmen sowie Fördermöglichkeiten von Bund und Land umfassend zu prüfen.

Ziel des Antrags ist es, älteren Menschen ein möglichst langes selbstständiges Leben in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen und gleichzeitig neue Wohnformen zu fördern, die Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und soziale Teilhabe stärken.

„Der demografische Wandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Viele ältere Menschen wünschen sich, so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Dafür brauchen wir passende Wohnangebote direkt in unseren Stadtteilen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Rainer Vogt.

Die Fraktion knüpft mit ihrem Vorstoß an einen bereits 2019 eingebrachten Antrag zur Schaffung von Gemeinschaftsquartieren für Seniorinnen und Senioren in Ratingen-West an. Trotz der seither gestiegenen Bedeutung des Themas seien bislang keine erkennbaren Fortschritte bei der Umsetzung entsprechender Projekte erzielt worden.

„Wir möchten nicht, dass dieses wichtige Thema erneut jahrelang diskutiert wird, ohne dass konkrete Ergebnisse entstehen. Deshalb fordern wir einen verbindlichen Prüf- und Berichtsauftrag sowie die Entwicklung eines stadtweiten Konzepts mit möglichen Pilotstandorten“, so Roland Loos, Ratsmitglied im Sozialausschuss weiter.

Nach Auffassung der Fraktion bieten insbesondere Wohnanlagen mit barrierearmen Zugängen, Aufzügen und einer guten Nahversorgung großes Potenzial. Dort könnten Seniorinnen und Senioren innerhalb ihres vertrauten Umfeldes in kleinere, altersgerechte Wohnungen wechseln und gleichzeitig ihre sozialen Kontakte bewahren. Zudem könnten durch solche Umzugsketten größere Wohnungen für Familien frei werden und damit zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes beitragen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags ist die Nutzung aktueller Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes und weiterer Fördergeber. Diese böten erhebliche Chancen, Projekte für altersgerechtes Wohnen, Quartiersentwicklung und generationenübergreifende Wohnformen finanziell zu unterstützen.

Die Verwaltung soll dem Seniorenrat und dem Sozialausschuss erstmals innerhalb von sechs Monaten nach Beschlussfassung über den Sachstand berichten und anschließend halbjährlich über Fortschritte, identifizierte Standorte, Fördermöglichkeiten und Umsetzungsmaßnahmen informieren.

Mit dem Antrag verfolgt die Bürger-Union das Ziel, die Wohn- und Lebensqualität älterer Menschen in Ratingen nachhaltig zu stärken und gleichzeitig einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung zu leisten.