Ratingen/Lintorf. Entlang der A3 soll eine Pipeline entstehen, die die energieintensiven Industrien an Rhein und Ruhr mit Rotterdam und den CO2-Speicherstätten unter der Nordsee verbinden soll, so die Bürger-Union Ratingen. Die Pipeline soll auch durch Ratingen führen, und zwar durch Homberg, Hösel und Lintorf. Erstaunlicherweise habe die Verwaltung dieses Thema bisher nur als Mitteilungsvorlage im nicht-öffentlichen Teil vorgesehen. In Hilden erfolgt dagegen eine öffentliche Beratung, wie dies auch in Ratingen für die weiterhin umstrittene CO-Pipeline der Fall war.
Da CO2 schwerer als Luft ist, entstünden im Havariefall auch relevante Gefahren für die Bevölkerung, sagt die BU. Die Leitung soll mit 800 Millimeter Durchmesser erheblich massiger als die bisher noch nicht in Betrieb gegangene CO-Pipeline sein. Zu Recht hat daher die Stadtverwaltung in Hilden in der dort am 11. Februar anstehenden Sitzung für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität vorgeschlagen, die Trassenführung über das Hildener Stadtgebiet abzulehnen. Der dortige Bürgermeister hat in der Stellungnahme auch zu starke baubedingte Eingriffe in die Natur bemängelt. Dies ist auch in Ratingen zu befürchten.
Die Fraktion der Bürger-Union erwartet die weitere Diskussion zu dieser Pipeline in öffentlicher Sitzung. „Planungsbeteiligungen sind grundsätzlich öffentlich zu beraten! Wir erinnern an die Diskussion zur CO-Pipeline im Jahr 2012, da gab es zunächst auch nur eine Mitteilungsvorlage, aber in öffentlicher Sitzung“, so die BU. Der Landtag hatte zuvor die Planungen ohne Problembewusstsein durchgewunken.
Die Fraktion der Bürger-Union zieht in Erwägung, gegebenenfalls zu gegebener Zeit eine Bürgerinformationsveranstaltung zu beantragen.


