Boltenburg: Unterschutzstellung als Denkmal!

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Gaststätte Boltenburg (Archivfoto)

Hösel. Auf Initiative des Kulturkreises Hösel wenden sich fünf Höseler Vereine und die katholische Kirchengemeinde an den Stadtrat, um die Boltenburg zu erhalten. Sie sind überzeugt, dass nicht nur eines der letzten historischen Gebäude, sondern auch ein für die Orts- und Stadtgesellschaft bedeutender Generationen übergreifender Treffpunkt und Kommunikationsort erhalten werden muss.

„Ein Wegfall der Boltenburg wäre gesellschaftlich ein herber Verlust“, so die Höseler Gruppe. Sie bitten die Parteien um Weiterleitung ihres Schreibens an die Fraktionsmitglieder, insbesondere an die gewählten Mitglieder im Bezirksausschuss Hösel/Eggerscheidt.

Ende Januar machte die Nachricht in Hösel die Runde, dass die Gaststätte Haus Boltenburg, Eggerscheidter Straße 12, mit einem neuen Pächter für zumindest ein Jahr erhalten bleibt. „Aber was ist ein Jahr gegen 114 Jahre, in denen die letzte Kneipe in Hösel so viel erlebt hat“, stellen die Vereine fest. Es habe Siegesfeiern geben, menschliche Tragödien, politische Scharmützel, Stammtischrunden oder auch der gesellschaftliche und menschliche Austausch bei einem Bier an der Theke.

Die Boltenburg ist eines der letzten historischen Höseler Gebäude. Es ist erstmalig 1632 erwähnt worden. Nachweislich seit 1912 ist die Boltenburg eine Schankwirtschaft. „Schon diese Historie dürfte Grund für die Unterstellung der Boltenburg als Denkmal sein“, so im Schreiben der Höseler.

Da die Gaststätte in Hösel bis heute sehr beliebt ist, treten die „Unterzeichner mit tiefer Überzeugung und großer Leidenschaft für den langfristigen Erhalt der Gaststätte und ihre Unterschutzstellung als Denkmal“ ein.

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