Düsseldorf. Mit einem gemeinsamen Fachtag unter dem Motto „Deine Zukunft ist unser Plan“ haben das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und die beiden Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe am 13. Juni in Düsseldorf das 75-jährige Bestehen des Kinder- und Jugendförderplans NRW (KJFP) gefeiert.
Im Rhein Riff auf dem Areal Böhler kamen Fachkräfte, Trägervertretungen, Ehrenamtliche sowie Akteurinnen aus Politik, Verwaltung und Jugendhilfe zusammen, um auf die Entwicklung der Kinder- und Jugendförderung in Nordrhein-Westfalen zurückzublicken und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren. Seit 75 Jahren ist der Kinder- und Jugendförderplan das zentrale Instrument des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Er schafft wichtige Voraussetzungen für Chancengerechtigkeit, Teilhabe und Mitwirkung junger Menschen und reagiert kontinuierlich auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Themen wie Diversität, Resilienz und Partizipation haben dabei in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen – auch durch die Impulse junger Menschen selbst. Im Mittelpunkt des Fachtages standen die Frage nach den Bedarfen junger Menschen in Zeiten gesellschaftlicher Krisen, wachsender Unsicherheiten und zunehmender Angriffe auf demokratische Werte sowie die Rolle der Akteurinnen der Jugendförderung bei der Stärkung von Teilhabe, Demokratiebildung und sozialem Zusammenhalt.
Die Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe hoben in diesem Zusammenhang die zentrale Bedeutung der freien und öffentlichen Träger hervor, die die Angebote in den vielen Handlungsfeldern der Jugendförderung mit großem Engagement und hoher fachlicher Qualität vor Ort umsetzen. Durch ihre Arbeit schaffen sie Räume für Begegnung, Beteiligung und persönliche Entwicklung und leisten einen wichtigen Beitrag für junge Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Als zentrale Partner des Landes begleiten die beiden Landesjugendämter die Förderung im Rahmen des KJFP administrativ und fachlich. Sie beraten und unterstützen freie und öffentliche Träger bei der Antragstellung, stellen die Fördermittel bereit und übernehmen eine wichtige Vermittlungsfunktion zwischen Ministerium, Kommunen und Trägerlandschaft. Finanzielle Förderung, fachliche Begleitung und Qualitätsentwicklung durch unter anderem ein buntes Fortbildungsportfolio liegen hier „in einer Hand“ und können gut aufeinander abgestimmt werden.
LVR-Dezernent für Kinder, Jugend und Familie Knut Dannat betonte: „Der Kinder- und Jugendförderplan steht seit 75 Jahren für Verlässlichkeit, fachliche Weiterentwicklung und die gemeinsame Verantwortung für gute Lebensbedingungen junger Menschen in Nordrhein-Westfalen. Die freien und öffentlichen Träger leisten mit ihren Angeboten tagtäglich wertvolle Arbeit. Sie setzen sich für die Werte der Jugendförderung ein und tragen mit ihrem Engagement und Einsatz für Vielfallt zu einer lebendigen Demokratie bei. Mein Dank gilt zudem dem Land Nordrhein-Westfalen, das mit dem KJFP die notwendigen Rahmenbedingungen schafft und diese wichtige Arbeit dauerhaft ermöglicht. Die Mitarbeiter*innen der Landesjugendämter unterstützen die Träger dabei, diese Aufgaben wirksam und nachhaltig umzusetzen.“ Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden neben fachlichen Impulsen und Diskussionen auch vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung. Deutlich wurde dabei: Der Kinder- und Jugendförderplan bleibt auch künftig ein wichtiges Instrument, um junge Menschen in Nordrhein-Westfalen zu stärken und gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu gestalten.

