Lintorf. Frische, Regionalität und Gemeinschaft: Die Anmeldung für einen Probe- oder auch Sommeranteil der Solawi Mülheim ist ab sofort wieder möglich! Einen Abholpunkt gibt es seit diesem Jahr auch an der Manege in Lintorf.
Gute Nachrichten für alle Interessierten, die die Anmeldefrist für einen Ernteanteil der Solidarischen Landwirtschaft Mülheim verpasst haben: Auch in diesem Jahr wird es wieder 20 „Sommeranteile“ geben, also vollwertige Ernteanteile, aber eben nur von Mitte Juli bis Mitte Oktober. Dadurch können zum einen Nachzügler wenigstens noch für einen Teil des Jahres mitmachen, zum anderen ermöglichen diese Anteile ein unkompliziertes Kennenlernen der Solawi.
„Wir bekommen immer wieder Rückmeldungen von Leuten, die die Idee der Solawi zwar toll finden, sich aber unsicher sind, ob das Modell in ihr Leben passt. Genau diesen Menschen bieten die Sommeranteile die Möglichkeit, uns und unser Gemüse kennenzulernen und auszuprobieren, ob ein Ernteanteil von uns das Richtige für sie ist. Ohne sich sofort für ein ganzes Jahr zu verpflichten“ so Johannes Dabringhausen, Teil des Vereinsvorstands und Anbauteams, nach einer Infoveranstaltung.
Möglich sind die 20 extra Anteile, weil die Erträge von Obst und Gemüse im Sommer üppiger ausfallen und mit weniger Aufwand verbunden sind: bei 25 Grad und Sonne wächst und gedeiht alles sehr schnell und kann direkt vom Feld in die Verteilung gehen. Der Winter bringt da ganz andere Herausforderungen: Einlagern und Einkochen sind aufwändig und der Platz in den drei Gewächshäusern, die überhaupt Wachstumstemperaturen ermöglichen, ist begrenzt. Bei gleichbleibender Arbeitskraft können deshalb von Juli bis Oktober problemlos 20 Haushalte mehr versorgt werden.
Neben der Menge ist auch die Vielfalt von Obst und Gemüse in den Sommermonaten natürlich besonders attraktiv. Solawi Mitglieder freuen sich dann nicht nur über Blaubeeren, Himbeeren und die jährlich steigende Rhabarbermenge, sie kommen auch in den Genuss von aromatischen Gurken und sechs verschiedenen Tomatensorten, darunter auch beliebte Raritäten wie die Sonnenherz“, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der Richtwert pro Monat liegt bei 135 Euro. Wer sich das nicht leisten kann, hat aber die Möglichkeit, bis zu 15 Euro monatlich zu reduzieren. Außerdem kann am Ausprobieren jeder nur einmal teilnehmen, ist im Folgejahr aber natürlich herzlich eingeladen, reguläres Mitglied zu werden.
Was ist noch mal Solidarische Landwirtschaft?
In einer Solidarischen Landwirtschaft tragen Verbraucher und Landwirte gemeinsam Verantwortung: Die Mitglieder zahlen einen festen monatlichen Beitrag und erhalten im Gegenzug einen Ernteanteil – frisch, gesund, vielfältig und nachhaltig produziert. Gleichzeitig ermöglichen sie dem Betrieb Planungssicherheit und eine boden- und biodiversitätsfreundliche Wirtschaftsweise fernab des Preisdrucks des Marktes. Außerdem leisten die Mitglieder je nach Möglichkeit auch Helferstunden auf dem Acker und lernen „ihr“ Gemüse so nochmal ganz neu kennen. Teils belieferte, teils von Mitgliedern selbstorganisierte Abholpunkte gibt es in Mülheim verteilt, aber auch in Ratingen, Lintorf, Duisburg und Oberhausen. Die Verteilung erfolgt wöchentlich.
Alle Infos zur Anmeldung und zur SoLaWi unter www.solawi-mh.de

