Forum Ehrenamt zu Gast beim Lotsenpunkt

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Katharina Müller und Kerstin Griese (Quelle: Büro Griese)

Ratingen. Rund 40 ehrenamtlich Engagierte aus der niederbergischen Region und aus Ratingen kamen in das Forum.Lotsenpunkt, um sich auf Einladung der Abgeordneten Kerstin Griese über dessen Arbeit zu informieren. „Wir haben keine Zielgruppen- oder Themeneinschränkungen“, erklärte Lotsenpunkt-Koordinatorin Katharina Müller das Grundprinzip ihres bewusst offen angelegten Hauses. Das ermögliche sehr unterschiedliche Aktivitäten – mache die Suche nach Finanzierung aber manchmal schwieriger.

„Das Forum.Lotsenpunkt versteht sich als analoger Begegnungsort“, so Müller. Hier sollen Menschen Dinge anfassen, ausprobieren und gemeinsam etwas bewegen können. Gerade in diesen verwirrenden Zeiten sei es wichtig, einen Ort zu haben, an dem man Selbstwirksamkeit erlebt und Ergebnisse sichtbar werden.

Das Angebot ist entsprechend vielfältig. Regelmäßig gebe es Lesungen, Musik, Bodypercussion- und Trommelangebote, sagte Katharina Müller. Gleichzeitig diene der Lotsenpunkt als Anlaufstelle für praktische Hilfe: Ehrenamtliche unterstützen etwa beim Ausfüllen von Formularen oder lotsen Menschen durch Anträge – daher auch der Name „Lotsenpunkt“. „Dreimal pro Woche wird Formularhilfe angeboten, außerdem finden Beratungen statt, etwa zur Migration oder zu Demenz“, so Müller.

„Ich finde es spannend, dass Sie den sozialen Aspekt ihres Hauses betonen“, sagte Sozialstaatssekretärin Griese. „Leute, die wenig Geld haben, sollen sich eingeladen fühlen.“

Im Forum.Lotsenpunkt treffen ganz unterschiedliche Initiativen und Gruppen aufeinander. Aktiv sind unter anderem der Eifelverein, der ADFC, der Naturschutzbund (NABU), die Allianz Bildung und Lernen sowie „Omas gegen Rechts“. Auch ein Reparaturcafé gehört zum Angebot.

Kerstin Griese lobte das Lotsenpunkt-Konzept als vorbildlich auch für andere Städte und bedankte sich bei Katharina Müller. Griese hatte das „Forum Ehrenamt Niederberg/Ratingen“ ins Leben gerufen, um einen Austausch zwischen unterschiedlichen Ansätzen des freiwilligen Engagements zu ermöglichen. Seit 2008 bietet sie regelmäßige Treffen in Berlin und vor Ort an, an denen bereits mehrere hundert Ehrenamtliche teilgenommen und sich vernetzt haben.

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