Biografie im Überblick: Andreas Achenbach

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Lintorf. Nun ist er endlich da: der erste Band seiner Autobiografie! Andreas F. Achenbach beschreibt mit spitzer Feder das Leben eines Heranwachsenden im letzten Jahrhundert. In bunten von der kargen Nachkriegszeit geprägten Lebensszenen und Sprachbildern werden die seelischen Nöte des Protagonisten so eindrucksvoll geschildert, dass man die Not des Anfangs und das Elend im Nachkriegs-Deutschland auf vielfältige Art zu spüren glaubt. Als ältester von sechs Geschwistern, von denen fünf wie die Orgelpfeifen innerhalb von fünfeinhalb Jahren zwischen Oktober 1943 und April 1949 das Licht der Welt erblickten, musste er fast jedes Jahr aufs Neue gegen den geglaubten Liebesverlust seiner Eltern ankämpfen, da das frische Baby ja immer das interessantere war. Fünf Buben und ein Mädchen (zwölf Jahre jünger und das Nesthäkchen) formten mit den Eltern die Großfamilie, die dem Heranwachsenden schon früh die Übernahme von Pflichten und Verpflichtungen abverlangte wie es ein Einzelkind wohl nicht erlebt hat.

In diesem Band geht es um die ersten 21 Lebensjahre von der Geburt im Krieg in Cottbus, über die zahlreichen Umzüge als Schüler entlang der DDR-Grenze in Hessen, die unterschiedlichen beruflichen Stationen des Vaters, bis zur frühen Heirat als Nestflüchter mit 21 Jahren. Vater war zwar als mit EK1 und EK2 dekorierter Offizier aus der Gefangenschaft in eine auch für diesen neue Familie gekommen, hatte aber außer das Kriegshandwerk als Soldat nichts gelernt, auf dem man eine Berufsbasis hätte aufbauen können., da er ja schon mit 17 Jahren nach dem Notabitur zum Arbeitsdienst eingezogen worden war.

Schon in sehr jungem Alter musste Andreas als großer Bruder seine Geschwister beaufsichtigen und wurde vor allem aber auch als Mutters feste Haushaltshilfe ständig gefordert, sodass ihm neben der Schule so gut wie keine Freizeit blieb und er auch keine haltbaren Freundschaften schließen konnte. Die Erlebnisse bei der Großmutter auf dem Lande, auf deren Dachboden er ebenso spannende Entdeckungen machte wie der Fund eines Kinetoskops und eines aufziehbaren Plattenspielers oder das Hamstern bei den Landwirten direkt nach Kriegsende, machten ihm hemmungslose Freude und setzten ein endloses Staunen über die ach so bunte unbekannte Welt beim Fünfjährigen in Gang.

So überraschten ihn die Worte eines Bauern über die vielen Teppiche, von denen er sagte, dass er damit seinen Stall tapezieren könne. Und ihn amüsierte, wie die Kühe des Bauern um die Ecke von den Großeltern in Hünfeld/Rhön ihre schweren Euter abends so vollschissen, dass das Grüne wie Spinat auf die Erde platschte und der Bauer laut fluchte.

Das aufreibende Leben im Hotel und in der Bar der Eltern ab 1949 brachten ihm dazu schon frühe Erkenntnisse über die unterschiedlichen Lebensverhältnisse, die noch durch die häufigen Ortsveränderungen verstärkt wurden und seinen Denk-Horizont schon in sehr jungen Jahren früh erweiterten. Die ständigen Orts- und damit einhergehenden Lebensveränderungen bestimmten sein Weltbild und formten einen flexiblen Denker voller Fantasie und Gestaltungswillen.

In der Gymnasialzeit hat der Autor als ‚professioneller Hobbymusiker an Wochenenden‘ seine spätere Ehefrau kennengelernt, mit der er zwei Söhne bekommen hat. Er war zeitlebens ein verantwortlicher Familienvater und 55 Jahre glücklich mit derselben Frau verheiratet, bis der Tod sie 2020 unter den erschwerten Corona-Bedingungen auseinandergerissen hat.

Biografie im Überblick
Gebremster Schaum – Eine stoische Suche nach Heimat – Autobiografie und Lebensbeichte eines rastlosen Realisten in drei Teilen, ab 2026 sukzessive in Einzelbänden; 3-bändige Gesamt-Ausgabe später im Schuber geplant:

Band 1
Wie wir werden, damit wir sind. Voller Neugier auf der Suche: lesen lieben lernen soeben im Engelsdorfer Verlag Leipzig erschienen, 286 Seiten, 18,50 Euro, ISBN 978-3-69095-102-9 – auch als E-Book über alle Online-Buchhändler erhältlich!

Band 2
Zeit der Erkenntnis und der Taten: lehren, führen, fantasieren – 40 Jahre im Joch der Verantwortung – geplant zur Frankfurter Buchmesse im Herbst 2026.

Band 3
Reifezeiten: Konzepte, Fakten, Resultate – Perspektiven für ein lebenswertes Morgen im unbeständigen Heute (geplant zum Frühjahr 2027 zur Leipziger Buchmesse). AFA/3.02.2026

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