Schutz für Streuobstwiese „Hahner Heide“

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Ratingen. Schon seit mindestens 20 Jahren dient die Streuobstwiese „Hahner Heide“ in Ratingen-Ost als Ausgleichsfläche und erfüllt somit eine wichtige ökologische Funktion. In den letzten Jahren wurde der natürliche Lebensraum jedoch immer stärker beeinträchtigt, weil die Fläche zunehmend unerlaubt als freie Hundeauslaufwiese genutzt wurde. Um ihren Fortbestand zu sichern, hat die Stadt Ratingen nun Schutzmaßnahmen ergriffen und das Areal eingezäunt.

Die Streuobstwiese wurde als Ausgleichsfläche geschaffen, um Eingriffe in Natur und Landschaft an anderer Stelle rechtlich und ökologisch zu kompensieren. Damit diese Kompensationsmaßnahme dauerhaft wirksam ist, müssen sich Pflanzen- und Tierwelt auf der Fläche ungestört entwickeln können. Die neue Einzäunung dient daher dem langfristigen Erhalt des ökologisch wertvollen Areals und ist aus Sicht der Verwaltung leider unumgänglich, da weitere Schäden durch die Nutzung als freie Hundeauslaufwiese vermieden werden müssen.

„Wir verstehen den Wunsch nach Freiflächen für Haustiere, müssen jedoch prioritär den gesetzlichen Auftrag des Naturschutzes auf dieser Ausgleichsfläche erfüllen“, erklärt Umweltdezernent Professor Bert Wagener. Um den Bedürfnissen von Hundebesitzern dennoch gerecht zu werden, verweist die Stadt auf die neu angelegte Hundewiese ganz in der Nähe am Papiermühlenweg. Diese steht seit einigen Wochen als attraktive Alternative für den freien Auslauf von Hunden zur Verfügung – sicher umzäunt und mit einer Sitzbank zum Verweilen ausgestattet.

Um über die Bedeutung der Fläche und die Gründe für die Schutzmaßnahmen zu informieren, wird an der Streuobstwiese „Hahner Heide“ in diesen Tagen ein Informationsschild aufgestellt. Die Stadt möchte auf diesem Wege die Bürger direkt vor Ort für die Belange des Naturschutzes sensibilisieren.

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