Zwei Filme am Frauenfilmtag

Werbung

Ratingen. Am Mittwoch, 27. März, 17 Uhr können die Besucherinnen des Frauenfilmtages im Ratinger Kino, Lintorfer Straße 2, zwischen zwei Filmen. Beide thematisieren die amerikanische Richterin Ruth Bader Ginsburg: Gezeigt werden „RBG – Ein Leben für Gerechtigkeit“ und „Die Berufung“. Um 20 Uhr läuft lediglich der Film „RBG“. Karten kosten 8,50 Euro, sie können bestellt werden, Telefon 02102/25873.

Ruth Bader Ginsburg – hierfür stehen die Initialen im Titel des Films „RGB – Ein Leben für Gerechtigkeit“. Der Film zeichnet das fesselnde Portrait einer inspirierenden und starken Frau. Die heute 85-jährige Richterin stellte ihr Lebenswerk in den Dienst der Gleichberechtigung und derjenigen, die bereit sind, dafür zu kämpfen. 1993 wurde sie als zweite Frau an den Supreme Court, dem obersten Gericht der USA, berufen und hält dort eisern die Stellung. Die beiden Regisseurinnen Betsy West und Julie Cohen zeigen in „RBG“ den außergewöhnlichen Aufstieg der stillen, aber unnachgiebigen Kämpferin.

Der Film „Die Berufung“ spielt in den 50er Jahre in den USA. Frauen dürfen weder als Polizistinnen arbeiten noch in Princeton studieren. Ruth Bader Ginsburg will diese Welt verändern. Sie studiert als eine von wenigen Frauen Jura an der Elite-Universität Harvard. Nach ihrem Abschluss als Jahrgangsbeste muss sie sich mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben, obwohl sie lieber die Gerichtssäle erobern würde – ein Privileg, das ihren männlichen Kollegen vorbehalten ist. Dank ihres Mannes und Steueranwalts Marty wird sie eines Tages auf den Fall Charles Moritz aufmerksam. Trotz der aufopfernden Pflege seiner kranken Mutter wird Moritz nicht der übliche Steuernachlass gewährt – aufgrund seines Geschlechts. Ruth wittert einen Präzedenzfall, der eine seit Jahrzehnten stillstehende Gesetzeslage ad absurdum führt. Mit eisernem Willen und scharfem juristischen Verstand zieht Ruth endlich vor Gericht und in einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Diskriminierung von Frauen (und Männern).

Werbung