Zentralbibliothek: Verschollen geglaubtes Werk

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Düsseldorf. Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel ist am Mittwoch, 2. September, 20 Uhr in der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, zu Gast. Er stellt den Roman „Wir selbst“ von Gerhard Sawatzky vor. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unbedingt erforderlich bei zblive@duesseldorf.de.

Dieser handelt von der untergegangenen Welt der Wolgadeutschen in der Sowjetunion. Sawatzky schrieb den Roman in den 1930er-Jahren, konnte ihn aber nicht mehr veröffentlichen. 1938 geriet der russlanddeutsche Autor in die Mühlen des Stalinismus, wurde verhaftet und kam in ein Lager, wo er 1944 starb. Über Jahrzehnte galt sein Werk als verschollen.

Nach mehr als 80 Jahren erscheint „Wir selbst“ nun in der Herausgeberschaft von Carsten Gansel zum ersten Mal in seiner rekonstruierten Originalfassung im Galiani Verlag Berlin. Der Gießener Literaturwissenschaftler berichtet von der abenteuerlichen Wiederentdeckung und Rettung des Romanmanuskripts und liest Auszüge aus dem Werk.

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