Zehn neue „ASS!e! im Kreis Mettmann

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Kreis Mettmann. Am Mittwoch fand im Mettmanner Polizeidienstgebäude eine erneute Schulung Seniorensicherheit für Bürger im Kreis Mettmann statt. Die zehn Senioren aus Langenfeld (1), Mettmann (1), Monheim (3), Wülfrath (5) und Haan (4) erlebten eine abwechslungsreiche und kurzweilige Schulung zu den drei Modulen des Aktionsbündnisses: Schutz vor Trickdiebstahl und Trickbetrug, Schutz vor Einbruchdiebstahl und sichere Teilnahme am Straßenverkehr als Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrer .

„ASS!“ ist ein fester Bestandteil der verkehrs- und kriminalpolizeilichen Präventionsarbeit in allen Städten des Kreises Mettmann. Insgesamt konnten am Mittwoch zehn neue Sicherheitspartner im Mutterhaus der Kreispolizei in Mettmann geschult werden. Sie wurden vom Leiter der federführenden Dienststelle der Direktion Verkehr, Polizeihauptkommissar Karsten Ingenhoven, in einer kurzen Ansprache herzlich begrüßt. Simone Hakenberg, Moderatorin der Veranstaltung und Verkehrssicherheitsberaterin für die Stadt Ratingen, bedankte sich, auch im Namen von Landrat Thomas Hendele und Direktionsleiter Ralf Schefzig, für das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement der neuen „ASS!e“.

Nach persönlich geführten Erstgesprächen, welche von den jeweiligen regionalen Ansprechpartner der Kreispolizei mit allen Interessenten geführt wurden, stellte sich auch für die beteiligten Kommunen sehr schnell heraus, dass alle als geeignete Multiplikatoren eingestuft werden konnten.

Da das Projekt in Haan leider einige Jahre auf Eis lag, wurden vier für diesen Bereich schon vor langer Zeit ausgewählte ASS!e innerhalb der aktuellen Veranstaltung auf den neuesten Stand der heutigen Präventionsthemen gebracht.

Kriminalhauptkommissar Holger Kresken (Kriminalprävention / Opferschutz) machte in seinem Vortrag deutlich, dass der beste Schutz vor Trickdieben und Trickbetrügern der Grundsatz ist: „Ich lasse keinen Fremden in meine Wohnung oder in mein Haus.“ Technische und mechanische Einrichtungen, wie Sprechanlagen und Türketten, ermöglichen einen mittelbaren Kontakt zu Besuchern, schützen aber zugleich sehr wirkungsvoll vor ungebetenen Gästen.

Polizeihauptkommissarin Katja Lindemann (Verkehrsunfallprävention / Opferschutz für die Kommune Langenfeld) informierte innerhalb der Schulung über die Möglichkeiten einer „Sicheren Teilnahme am Straßenverkehr“. Hierbei wurde den zukünftigen „ASS!en“ deutlich gemacht, dass es nicht darum geht, älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Mobilität zu nehmen, sondern neben der Benutzung eines Kraftfahrzeuges auch noch weitere Alternativen für eine Gefahren minimierende Teilnahme am Straßenverkehr aufzuzeigen.

Gerd Paul Freiherr von Piwkowski, ein bereits erfahrener Sicherheitsberater der ersten Stunde aus Langenfeld, berichtete in gewohnter Offenheit über die eigenen Erfahrungen als „ASS!“. Er munterte die Neuen auf, möglichst häufig an polizeilich begleiteten Informationsständen in den Innenstädten teilzunehmen, Senioren gezielt zu den Sicherheitsthemen anzusprechen und das eigene Wissen vom Schulungstag zu übermitteln.

Zum Ende der Schulung erhielten die Teilnehmer noch eine Unterweisung in Arbeitsschutz im Ehrenamt und Datenschutz. Sie bekamen neben einer Schulungsmappe, mit der notwendigen Information zur weiteren Tätigkeit, auch noch persönliche Teilnahmebescheinigungen und diverse Informationsmaterialien der verkehrs- und kriminalpolizeilichen Themen ausgehändigt.

Der Kreis Mettmann verfügt nun insgesamt über 107 ausgebildete „ASS!e“. Diese informieren und sensibilisieren innerhalb ihres Bekannten- und Verwandtenkreises sowie in der Nachbarschaft Senioren zu den oben genannten verkehrs- und kriminalpolizeilichen Themen. In Gesprächen und kleinen Interviews vermitteln sie wichtige Verhaltenstipps.

Foto: Polizei

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