Wo stört Umgebungslärm?

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Ratingen. Lärm ist eines der größten Umweltprobleme in Nordrhein-Westfalen. Auch in Ratingen muss gehandelt werden. Vom 4. März bis 5. April können sich die Ratinger an der Lärmaktionsplanung beteiligen.

Ziel der Lärmaktionsplanung Ratingen ist es, Gefährdungen und Belastungen für die Anwohner und sensible Nutzungen zu erfassen, darzustellen und Maßnahmen und Strategien zur Vermeidung, Minderung und Verlagerung zu planen und umzusetzen. Die EU-Richtlinie Umgebungslärm gibt dazu Kriterien und Fristen vor.

Der Entwurf des Lärmaktionsplans wurde Ende 2018 durch den Rat der Stadt Ratingen ‎beschlossen. Er kann ab Montag, 4. März, im Internet als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die Bürger haben die Gelegenheit, Anregungen und Hinweise zu Lärmminderungsmaßnahmen in der Umgebung der kartierten Straßen bis Freitag, 5. April, einzutragen. Diese Eingaben werden online bei der Verwaltung eingereicht.

Der Entwurf des Lärmaktionsplans wird darüber hinaus vom 5. März bis 5. April gedruckt zur Einsichtnahme im Planungsamt, Stadionring 17, Raum 2.19/2.20 (2. OG), während der Öffnungszeiten ausgelegt (Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr, Dienstag zusätzlich von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag).

Lärmaktionspläne sind in der Umgebung von Hauptverkehrsstraßen mit jährlich mehr als drei Millionen Kraftfahrzeugen, von Haupteisenbahnstrecken mit jährlich mehr als 30.000 Fahrbewegungen und für Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern aufzustellen. Diese sind alle fünf Jahre zu überarbeiten und fortzuführen.

Die Europäische Union hat im Jahr 2002 die Umgebungslärmrichtlinie verabschiedet. Damit sind die Kommunen zur Betrachtung und Behandlung des Umgebungslärms verpflichtet. Unter Umgebungslärm werden Lärmquellen wie Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr und Industrieanlagen verstanden. Nich dazu gehören Nachbarschaftslärm, Lärm am Arbeitsplatz oder Lärm durch Tätigkeiten innerhalb von Wohnungen.

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