Wischmeyers Pöbelflinte gegen die Bekloppten

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Essen. Der Schauspieler Axel Holst ist ein erklärter Fan von Dietmar Wischmeyer und widmet ihm deshalb am Dienstag, 21. März, ab 20 Uhr in der Heldenbar des Essener Grillo-Theaters einen Abend in der Reihe Freischuss. Unter dem von Wischmeyer geborgten Titel „Alle doof bis auf ich!“ zückt Holst die großkalibrige Pöbelflinte, die mit einer Auswahl aus dessen Büchern „Alle doof bis auf ich!“, „Deutsche sehen dich an“, „Ihr müsst bleiben, ich darf gehen“ und „Achtung Artgenosse“ aufmunitioniert ist. Der Eintritt kostet acht Euro. Karten sind im Vorverkauf im TUP-Ticketcenter, Telefon 0201/81 22-200, erhältlich.

Er gehört zu den extrem scharfzüngigen und gnadenlosesten deutschen Kolumnisten und Satirikern: Bei seinen regelmäßigen Auftritten in der ZDF „heute-show“, bei radio ffn und beim RBB-Sender Radio Eins sowie in seinen Bühnenprogrammen und Büchern nimmt Dietmar Wischmeyer alles und jeden aufs Korn. Gerüstet mit einem überspitzt misanthropen Menschenbild wirft der Mann aus Melle-Oberholsten am Wiehengebirge seinen ganz eigenen Blick auf die Zumutungen, denen der moderne Mensch durch seinen Alltag und vor allem seine sogenannten „Mitmenschen“ ausgesetzt ist.

„An seinen Texten mag ich den radikalen Humor, und da ich selbst auch immer wieder zu verbaler Provokation neige, scheinen wir in gewisser Weise Artgenossen oder Seelenverwandte zu sein“, so Holst, der Wischmeyer bisher noch nicht persönlich kennengelernt hat. Die Auswahl der Passagen für seine Lesung hat der Grillo-Schauspieler nach einem recht ungewöhnlichen Kriterium getroffen: „Ich habe die Texte genommen, die ich am schwersten lesen konnte, weil ich dabei so lachen musste.“ Dass Wischmeyer dabei nicht zu den üblichen Vertretern der „Generation Spaß“-Comedians zählt, ist Axel Holst sehr wichtig: „Ich glaube, dass hinter der Bereitschaft, fast alles und jeden zum Opfer von Spott, Hohn und bissigem Witz zu machen, eine gewisse Zärtlichkeit, eine hohe Moral und ein freiheitlicher Geist zu vermuten ist.“

Foto: Birgit Hupfeld

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