Wieder Geisterkulisse beim Eishockey

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Düsseldorf. Die Zeit der Geisterspiele kehrt zurück in den Alltag der DEL und auch der Düsseldorfer EG. Bereits am Dienstag, 28. Dezember, 19.30 Uhr wenn die Bietigheim Steelers erneut in Düsseldorf gastieren, werden die Ränge leer bleiben müssen. Zwei Tage später, 30. Dezember, 19.30 Uhr reisen die Rot-Gelben zum „einsamen“ Jahresabschluss zu den Fischtown Pinguins.

Obwohl zuletzt drei Niederlagen in Serie eingefahren wurden, bleibt der Dezember für die DEG durchaus erfolgreich. Sieben Siege aus elf Partien können sich sehen lassen. Dennoch zeigen vor allem die vergangenen Duelle: Die vielen Spiele zehren an der weiter stark ersatzgeschwächten DEG. Zwar kämpften die Rot-Gelben wie gewohnt und waren eigentlich nur bei der Niederlage gegen die Adler Mannheim klar unterlegen, insgesamt fehlte in den Partien aber einfach die Spritzigkeit. Zudem war das Spiel der Düsseldorfer durch die fehlenden Möglichkeiten in der Offensive leichter für die Gegner auszurechnen.

Die erste Chance zurück in die Erfolgsspur zu finden, bietet sich beim zweiten Duell gegen die Bietigheim Steelers innerhalb von knapp zwei Wochen. Beim ersten Aufeinandertreffen überzeugte die DEG und gewann souverän mit 4:1. Der Liganeuling blickt derweil ebenfalls auf einen soliden Dezember zurück, vier von sieben Partien wurden gewonnen. Zuletzt gab es einen wichtigen Sieg gegen die Konkurrenz aus Nürnberg. Dennoch haben die Steelers derzeit die rote Laterne inne. Trotz gleichem Punktequotienten wie die Schwenninger Wild Wings. Das große Problem: die Tordifferenz. Satte 120 Gegentreffer bedeuten mit großem Abstand den Liganegativwert. Gut für die DEG: Das schwache Unterzahl-Spiel der Bietigheimer (68,87 Prozent, Platz 15) trägt einen starken Anteil daran. Ein möglicher Angriffspunkt für das zweitstärkste Team im Powerplay.

Die DEG-Abschlussbegegnung für 2021 findet im Norden statt, bei den Fischtown Pinguins. Dort gab es in jüngster Vergangenheit nicht viel für die Rot-Gelben zu ergattern. Nur ein Sieg gelang den Düsseldorfern aus den vergangenen vier Partien bei den Nordlichtern. Die Saison beider Teams verläuft bislang ansonsten relativ ähnlich. Die DEG hat 16 Siege, die Fischtowner gar 17. Auch bei Toren und Gegentoren sind beide Mannschaften dicht beieinander. Folgerichtig sind die Rot-Gelben und Bremerhaven auch direkte Tabellennachbarn (Fischtown 7., DEG 8.). Es bleibt nur die obligatorische Warnung bei Duellen gegen die Pinguins: Die Reihe um Jan Urbas, Ziga Jeglic und Miha Verlic ist auch in dieser Spielzeit brandgefährlich. Gemeinsam kommen die drei auf starke 93 Punkte in 32 Einsätzen.

Personell bleibt die Lage bei der DEG leider weiter sehr angespannt. Im Sturm müssen die Rot-Gelben weiter auf Tobi Eder, Mike Fischer und Daniel Fischbuch verzichten. Zudem ist Paul Bittner nach der Partie gegen Iserlohn leicht angeschlagen, ein Einsatz entscheidet sich kurzfristig. In der Verteidigung bleibt das „alte“ Bild. Marco Nowak, Luca Zitterbart und Nick Geitner sind alle noch nicht wieder einsatzbereit. Die DEG somit weiter mit nur fünf Verteidigern. Eine gute Nachricht gibt es dennoch. Nach monatelanger Pause wird Jakob Mayenschein sein Debüt für die Düsseldorfer geben.

Foto: DEG