Wie kommen die Stadtwerke an meine Adresse?

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Lintorf. Etwas überrascht schaute sich die Lintorferin Henni Grün* den Brief der Stadtwerke Solingen an. In dem persönlich an sie adressierten Schreiben bot ihr der Solinger Energieversorger einen deutlich günstigeren Tarif an als die Stadtwerke Ratingen.

Immerhin wurde in dem Werbeschreiben ein fiktiver Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden angenommen. Henni Grün zur Redaktion des Lintorfers: „Es fehlte nur noch, dass die auch meinen Stromverbrauch kennten.“ Immerhin, an den richtigen Namen und die korrekte Anschrift der Eigenheimbesitzerin scheint das Unternehmen gekommen zu sein.

„Ich meine, dass das eine sehr aggressive Werbemassnahme der Stadtwerke Solingen ist“, sagt die Lintorferin. Mit einem solchen Schreiben an Eigenheimbesitzer in Lintorf sollen Ratinger Bürger den hiesigen Stadtwerken als Kunden abgeworben werden. Das zumindest ist im Wettbewerb um Stromkunden durchaus legitim und üblich.

Sorgen bereitet Henni Grün, wie die Stadtwerke Solingen an ihre Adressendaten gekommen sind. Sie habe versucht, dazu den Datenschutzbeauftragten des Stromversorgers zu fragen. Aber er sei leider zu keiner Zeit telefonisch erreichbar gewesen.

*Name geändert

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