Wenn Kirchenprozessionen durch den Regen ziehen

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Rheinland. Nieselregen zu Fronleichnam – was Gläubige eher unbeeindruckt lässt, verlangt Küstern anschließend besondere Sorgfalt ab: Mit Wasserrändern und Stockflecken drohen irreparable Schäden an Prozessionsbaldachinen, Fahnen und Gewändern. Zum sachgemäßen Umgang mit Kirchentextilien, zu ihrer Aufbewahrung und Pflege sowie zu ihrer Inventarisierung ist jetzt ein Leitfaden des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland erschienen.

Ungeeignete Aufbewahrung, Schädlingsbefall, nicht fachgerechte Reparaturen – was kann man tun, um Schäden an historischen Textilien vorzubeugen? Die kostenlose 48-seitige Broschüre zeigt leicht umsetzbare, alltagstaugliche Lösungen auf. Listen verschaffen einen schnellen Überblick, wie Fehler im Umgang mit den besonders anfälligen „textilen Schätzen“ vermieden werden können. Exkurse liefern Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum fachgerechten Polstern eines Paramentenbügels oder Hinweise zur Herstellung von Paramentenschränken. Die Handreichung richtet sich insbesondere an kirchliche Mitarbeiter. Sie möchte bei den Verantwortlichen ein Bewusstsein für den Wert der Paramente wecken, deren empfindliche Materialien eine besondere Sorgfalt erfordern.

Der Leitfaden „Zum Umgang mit textilem Kulturgut in Kirchen“ der Textilrestauratorin Gisela Hauck ist kostenlos erhältlich beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Telefon 02234/9854-473 oder info@denkmalpflege.de.

Die reich bebilderte Publikation kann auch  heruntergeladen werden.

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