Wenn die vertraute Welt brüchig wird

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Essen. Ab Freitag, 27. September, steht ein Stück wieder auf dem Spielplan des Essener Grillo-Theaters, das zu den ganz großen der Weltliteratur zählt: „Der Kirschgarten“. Anton Tschechow erzählt darin von einer brüchig werdenden Welt und fragt, wie Menschen damit umgehen, wenn etwas, das sie immer für einen selbstverständlichen Teil ihres Lebens und ihrer Identität gehalten haben, plötzlich verlorenzugehen droht.

Nach Jahren in Paris kehrt Ljubow Andrejewna Ranewskaja heim in ihr Elternhaus und den dazugehörigen Kirschgarten, der für sie ein Ort glücklicher Kindheitserinnerungen, aber auch schmerzlicher Verlusterfahrung ist. Tochter Anja hat sie zurückgeholt, denn das Anwesen ist überschuldet und der Kirschgarten unrentabel. Man müsste dringend etwas tun, um die drohende Zwangsversteigerung noch abzuwenden. Ljubow und ihr Bruder zelebrieren jedoch lieber ihr Wiedersehen und hängen der Vergangenheit nach. Der Kaufmann Lopachin, ein Freund der Familie, bietet wiederholt Hilfe an: Er schlägt vor, den Kirschgarten abzuholzen, das Grundstück zu parzellieren und es an Erholungssuchende aus der Stadt zu verpachten. Unvorstellbar für das Geschwisterpaar. Es wird schon irgendwie gutgehen, hoffen sie …

In der Inszenierung von Alice Buddeberg spielen Thomas Büchel, Lene Dax, Alexey Ekimov, Henrike Hahn, Philipp Noack, Sabine Osthoff, Stephanie Schönfeld, Sven Seeburg, Silvia Weiskopf (Ljubow) und Jens Winterstein. Verantwortlich sind für Bühne Sandra Rosenstiel, Kostüme Martina Küster, Musik Stefan Paul Goetsch und Dramaturgie: Judith Heese.

Die Vorstellung am 27. September beginnt um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet zwischen 14 und 29 Euro.

Weitere Vorstellungen gibt es am 1. und 18. Oktober, 8. und 30. November (zum letzten Mal); jeweils 19:30 Uhr, Grillo-Theater Essen

Karten unter 0201/81 22-200 oder online unter www.schauspiel-essen.de

Foto: Birgit Hupfeld

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