Welttag der Poesie: 21. März

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Der „Welttag der Poesie“ wird seit dem Jahr 2000 weltweit begangen. Die UNESCO möchte damit an den Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern. Die Deutsche UNESCO-Kommission weist der Dichtkunst auch im Zeitalter der neuen Informationstechnologien einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu. Der Welttag der Poesie soll Verlage ermutigen, poetische Werke besonders von jungen Dichtern zu unterstützen – und er soll dazu beitragen, den kulturellen Austausch zwischen den Völkern zu intensivieren.

Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, ein poetisches Gedicht von Horst Brink – ERINNERUNGEN – vorzustellen.

Im Forum „Wer liebt Gedichte?“ schrieb eine Leserin mit dem passenden Namen Wolkenträumerin über ERINNERUNGEN: „Dieses Gedicht las ich vor einiger Zeit in einer Zeitung, der großartige Einsatz von Worten, die bildhaft und eindrucksvoll die Stimmung des Titels wiedergeben, hat mir sehr gefallen. Die deutsche Sprache ist so vielfältig und ausdrucksstark, man sollte sich bemühen sie zu bewahren und nicht ständig Vokabeln anderer Sprachen einflechten, die diese Stimmung niemals wiedergeben können.“

ERINNERUNGEN…

Stark so wie Naturgewalten,
jedem Sturme standgehalten,
so wie Gischt von wilden Wellen,
die an Felseswand zerschellen.

Wie der Schlag der alten Uhr,
wie im tiefen Schnee die Spur,
hell und gleißend, triumphal,
wie ein erster Sonnenstrahl.

Zart wie einer Rose Duft,
wie ein Flimmern in der Luft,
süß und schwer wie guter Wein,
kostbar wie ein Edelstein.

So wie eines Donners Hall
oder eines Wassers Fall,
klar wie früher Morgentau,
einzig, wie des Himmels Blau.

Wie der Nebel der sich zeigt
und gen Himmel wieder steigt,
dorten wird er wohl verschlungen,
nicht so:  die ERINNERUNGEN!