Weinbau in Tiefenbroich?

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Tiefenbroich. Kürzlich veröffentlichte der Lintorfer ein Gedicht über Glühwürmchen. Nun hat der Tiefenbroicher Horst Brink der Redaktion ein Gedicht über Weinbau geschickt.

Es müsste doch möglich sein, auch in Tiefenbroich Wein anzubauen. Das dachte sich auch Horst Brink, der selbst einmal im Weinhandel tätig war. Kurzum krempelte er die Ärmer hoch und war von seiner Idee besessen, einige Rebstöcke in den Garten zu setzen. Was ihm dabei alles so widerfuhr, erzählt er in seinem Gedicht „Der Weinberg“.

Der Weinberg

Ich lieb den Wein, beschloss deswegen,
mir einen Weinberg anzulegen.
Was so geschah, leicht übertrieben,
ich hab’s zum Schmunzeln aufgeschrieben.

Also, begann ich’s anzupacken,
mit Löcher buddeln, Unkraut hacken,
den Unterboden zu verbessern,
dann Stöcke setzen und zu wässern.

Was für ein Bild, was für ein Werk,
ein erster Weinstock stand im Berg.
Bei Bacchus dacht’ ich: „Gut gelungen!“
und hab ein Liedel mir gesungen…

Ich ließ den Dingen ihren Lauf
und krempelte die Ärmel auf,
ich lüft‘ den Boden viele Male,
gab Blaukorn ihm und Minerale.

Ich staun‘ und kann es selbst kaum glauben,
wie schnell sie reifen, meine Trauben.
Indiz dafür, dass irgendwann,
die Lese bald beginnen kann.

Doch statt zu keltern und zu pressen,
hab ich die Träubchen aufgegessen.
Nicht’s konnt‘ ich drehen mehr und wenden,
nun stand ich da mit leeren Händen…

Doch liebe Leut‘- in diesem Jahr,
da steht der Wein ganz wunderbar,
Mein Wort;  „Ich nasche nicht!“ soll heißen:
In diesem Jahr gibt’s FEDERWEISSEN!

Foto: Marc Benedetti auf Pixabay

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