Weihnachten: Ausflug zur Krippe

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Waldbreitbach. Angefangen hat es 1989 mit einer kleinen Wurzelholzkrippe unterhalb der Orgel in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Waldbreitbach. Von Jahr zu Jahr wuchs die Krippe und drohte zuletzt die Orgel zu verdrängen.

1998 erhielt sie den Titel „Größte Naturwurzelkrippe der Welt“ und damit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Seit 2005 ist sie im Waldbreitbacher Krippenmuseum aufgebaut und das ganze Jahr über zu bestaunen.

Die aktuelle Wurzelkrippe ist kleiner und befindet sich links neben dem Altarraum. Sie erstreckt sich aber immer noch über 70 Quadratmeter und ist gut vier Meter hoch. Seit dem Jahre 2008 sammeln elf Freunde aus dem Dorf schon wieder Wurzeln für die Krippe. Schon drei Wochen vor der Adventszeit beginnen sie mit dem Aufbau.

Alle Wurzeln werden über einem Gerüst aufgebaut, indem sie so ineinander gefügt werden, dass sie ohne jedes weitere Hilfsmittel halten und in der Adventszeit sogar zu begehen sind, um die zahlreichen echten Pflanzen gießen zu können. Die Wurzeln lagern in drei Garagen des Pfarrhauses und werden jedes Jahr erneut und deshalb auch meist anders wieder zusammen gesteckt.

[quote]“Dabei müssen sie nicht nur gut passen, sondern auch gut aussehen“, so einer der Erbauer.[/quote]

Die größte Wurzel wiegt 200 Kilogramm und verlangt den Erbauern alles ab. Ganze 50 Bananenkisten mit Moos werden außerdem verarbeitet.

Verschiedene Themen und Orte wie Jerusalem, Bethelehem, die Herodesburg, die Hirten auf dem Feld oder die Herberge, alle zur Weihnachtsgeschichte gehörend, werden in dieser Krippe dargestellt. Jede Woche wird sie ein wenig umgebaut und das Augenmerk auf einen anderen Aspekt der Geschichte gelenkt. Erst am vierten Advent gehen alle Beteiligten in den Stall. Die Krippe ist selbst dann aber noch leer, denn das Jesuskind kommt wirklich erst am Heiligen Abend dazu.

Einige der Figuren sind über 100 Jahre alt und bedürfen immer mal wieder einer mehr oder weniger aufwendigen Reparatur. Eines der Mitglieder, vor dem Ruhestand als Zahnarzt tätig, verfügt über die erforderliche Fingerfertigkeit, um die schönen Figuren zu restaurieren. Normalerweise steht die Krippe bis Maria Lichtmess, in diesem Jahr wird sie aber schon ab dem 29. Januar abgebaut, damit die Kirche zum darauffolgenden Sonntag wieder aufgeräumt und sauber ist. Der gesamte Abbau dauert nämlich auch noch einmal drei Tage.

Ein Besuch des Weihnachtsdorfes Waldbreitbach lohnt sich also auch noch nach den Feiertagen, wenn man es im Dezember nicht mehr geschafft haben sollte.

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