Weibliche Jazz-Power im Grillo-Theater

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Essen. Nachdem zu Beginn der neuen „Jazz in Essen“-Saison im September Julia Kadel mit dem diesjährigen „Jazz Pott“ ausgezeichnet wurde, setzt Programmchef Berthold Klostermann auch im zweiten Konzert der renommierten Reihe auf weibliche Jazz-Power: Mit „Sisters in Jazz“ holt er am Sonntag, 18. Oktober, Cæcilie Norby auf die Bühne des Grillo-Theaters.

Die dänische Sängerin schart mit Rita Marcotulli (Klavier), Pernille Bevort (Saxofon), Lisa Wulff (Bass) und Benita Haastrup (Schlagzeug) zudem Musikerinnen der Extraklasse aus mehreren europä­ischen Ländern um sich, um mit dieser gebündelten musikalischen Energie Stücke hochkarätiger Frauen zu interpretieren.

Cæcilie Norby darf man als familiär vorbelastet bezeichnen: Als Tochter klassischer Musiker brachte die Entdeckung des Jazz mit seinen bluesigen, swingenden und coolen Momenten für sie schon früh die Entscheidung, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Wenig später, noch als Teenager, geriet sie in den Sog der Rock- und Popmusik. Als Reisende zwischen all diesen musikalischen Welten machte sie sich schnell einen Namen, zunächst mit ihrer Funk-Jazzband „Frontline“, die in den frühen achtziger Jahren alle verfügbaren dänischen Jazzpreise bekam. Zusammen mit Nina Fors­berg bildete sie danach das Pop-Duo „One Two“, das alleine in Dänemark eine Viertelmillion Alben verkaufte. Seit den frühen neunziger Jahren tritt sie auch solo auf, was sie international zur Wegbe­reiterin von Kolleginnen wie Rebekka Bakken, Silje Nergaard oder Viktoria Tolstoy machte. Als erste dänische Künstlerin wurde Norby vom legendären Blue Note Label unter Vertrag genommen, für das sie vier Alben aufnahm. Sie arbeitete mit internationalen Stars wie Bugge Wesseltoft, Mike Stern, Chick Corea oder Kurt Elling zusammen. Der wichtigste unter ihnen ist der Bassist Lars Danielsson, der nicht nur ihr Ehemann, sondern auch der Produzent und Partner fast aller ihrer Projekte wurde.

Coronabedingt ist die Platzkapazität im Essener Grillo-Theater derzeit leider eingeschränkt. Deshalb wird dieses Konzert gleich zweimal zu erleben sein: um 17 und um 20 Uhr.

Karten kosten 22 Euro, erhältlich sind sie unter Telefon 0201/81 22-200.

Aufgrund der nach wie vor ungewissen Corona-Lage empfiehlt das Schauspiel Essen allen Zuschauern, sich vor ihrem Theaterbesuch unter www.schauspiel-essen.de zu erkundigen, ob die Vorstellung auch tatsächlich stattfindet.

Foto: Stephen Freiheit

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