“Wedauer Erklärung” für Westbahn

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Lintorf/Wedau. Mit dem Ziel der Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf über Lintorf trafen sich jetzt Vertreter der Kommunal- und Landespolitik sowie Entscheidungsträger aus der Wirtschaft in Wedau, um in einer ersten Informations-Veranstaltung der Initiative Nachdruck zu verleihen und die Bedeutung dieser geforderten Entwicklung für die Region herauszustellen. Mit der „Wedauer Erklärung“ fordert die Initiative der anliegenden Kommunen und Kreise das Land Nordrhein-Westfalen auf, durch Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der heutigen Güterbahnstrecke eine regional dringend notwendige, durchgängige Bahnverbindung von Düsseldorf über Lintorf nach Duisburg zu ermöglichen.

Dieses gemeinsam abgestimmte kommunale Vorgehen betont die verkehrs- und wohnungspolitische sowie wirtschaftliche Bedeutung des Projektes und soll helfen, das Land NRW für die Reaktivierung zu sensibilisieren.

Der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, der Beigeordnete der Landeshauptstadt Düsseldorf, Stephan Keller, der Landrat des Kreises Mettmann, Thomas Hendele, der Bürgermeister der Stadt Ratingen, Klaus Pesch, sowie der Vorstandssprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, Martin Husmann, haben in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung der Reaktivierung für die regionale und lokale Verkehrsinfrastruktur herausgestellt. Im gemeinsamen Bemühen um die Weststrecke kommt interkommunale Kooperation zum Ausdruck, auf die es zukünftig in weiteren Aufgabengebieten ankommen wird, besonders wenn es darum geht, gemeinsame Interessen der Kommunen und der Menschen in der Region Nachdruck zu verleihen.

[quote]Schnelle Bahnverbindung ist Entwicklungsmotor für die Region[/quote]

Oberbürgermeister Sören Link erläutert die Erklärung aus Duisburger Sicht: „Mit dem Projekt Duisburg-Wedau planen die BahnflächenEntwicklungsgesellschaft NRW, die DB Immobilien und die Stadt Duisburg ein neues Wohnquartier mit 3.000 Wohneinheiten und ein 30 Hektar großes Gewerbeareal. Der Sportpark-Duisburg sowie die Stadtteile Bissingheim und Wedau profitieren von dieser Bahnverbindung, die dauerhaft die jetzige RB 37, „Entenfangexpress“ im Volksmund genannt, ersetzt. Für die Entwicklung des Duisburger Südostens und die kurze Anbindung an Düsseldorf ist diese Strecke dringend notwendig.“

Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann: „Die Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Ratinger Weststrecke ist für das stetig wachsende Pendlervolumen in der Region von zentraler Bedeutung. Im Übrigen lässt sich damit auch eine effektive Entlastung des bereits heute an seiner Belastungsgrenze stehenden Straßennetzes durch das überproportional gestiegene PKW- und LKW-Aufkommen bewirken. Die Regiobahn ist ein gutes Beispiel für eine in kommunaler Kooperation erfolgreich umgesetzte Streckenreaktivierung.“

Auch der Ratinger Bürgermeister Klaus Pesch betont die besondere Bedeutung der Reaktivierung der Ratinger Weststrecke: „Diese Bahnverbindung bildet das Rückgrat für die wirtschaftliche, klimaschonende Weiterentwicklung und verkehrliche Entlastung unserer Stadt. So werden insbesondere die Beschäftigten und Unternehmer in Ratingen-West, Tiefenbroich und Lintorf durch die optimale Anbindung in der Region und zur Landeshauptstadt Düsseldorf profitieren.“

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel stellt die Bedeutung des Projektes für die Landeshauptstadt Düsseldorf heraus: „Die Verlagerung von Pendlerströmen auf die Schiene ist ein großes Anliegen der Düsseldorfer Verkehrspolitik. Mit der Reaktivierung der Ratinger Weststrecke für den Personenverkehr entsteht eine leistungsfähige Verbindung zwischen Düsseldorf und Duisburg, die zu einer Entlastung des Straßennetzes im Düsseldorfer Norden beitragen wird.“

Martin Husmann, Vorstandssprecher des VRR (von links), Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann, Oberbürgermeister Sören Link, Duisburg, Bürgermeister Klaus Pesch, Ratingen, und Stephan Keller, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf. (Foto: privat)

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