Warum an Himmelfahrt Vatertag ist

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40 Tage nach Ostern, in diesem Jahr am 13. Mai, feiert die Kirche das Hochfest Christi Himmelfahrt. Gefeiert wird die Rückkehr des Gottessohnes Jesus zu seinem Vater im Himmel.

Die Apostelgeschichte (Apg 1,1-11) berichtet davon, dass Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung zum Himmel emporgehoben wurde und eine Wolke ihn den Blicken seiner Jünger entzog. Die „Himmelfahrt“ bezeichnet nach theologischem Verständnis die volle Teilhabe Jesu in seiner menschlichen Natur am göttlichen Leben, der damit Gott auf ewig gleich geworden ist.

Die frühe Kirche kannte Christi Himmelfahrt (lat. “Ascensio Domini” – Aufstieg des Herrn) noch nicht als eigenes Fest. Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu wurden am gleichen Tag gefeiert. Erst das Konzil von Nicäa (325 nach Christus) setzte die 40 Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt durch und erhob den Tag zum eigenständigen Hochfest. Seit den 1930er Jahren ist Christi Himmelfahrt in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.

An Christi Himmelfahrt gibt es vielerorts besondere Bräuche. Überregional bekannt ist der Gymnicher Ritt, eine traditionelle Reiterwallfahrt um Gymnich.

Das Fest der Auffahrt Christi zu seinem Vater wird traditionell auch als „Vatertag“ gefeiert. Vielleicht hat sich der Brauch der gemeinsamen Wanderungen von Vätern und Söhnen an diesem Tag aus einer älteren Tradition der Flurumgänge und -ritte entwickelt, bei denen Männer an den Gang der elf Apostel zum Ölberg erinnerten.

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