Wäre jetzt 100 Jahre alt: Werner Mecki Harte

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Lintorf. In diesen Tagen wäre Werner Mecki Harte 100 Jahre alt geworden. Der gebürtige Lintorfer gründete 1956 das Reitercorps Lintorf. Er war zehn Jahre lang Oberst der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464. Im Juli 2013 verstarb er im Alter von 92 Jahren.

Am 20. Dezember 1920 erblickte Werner Mecki Harte das Licht der Welt. Sein Vater, Rektor Emil Harte, war 1948 einer der Wiederbegründer der Lintorfer Bruderschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Werner erblickte in der Lehrerwohnung der alten Lintorfer Schule (heute ist dort das Reformhaus) das Licht der Welt. Nebenan, am damaligen Standort der späteren Johann-Peter-Melchior-Schule, wurde er 1927 eingeschult. Kindheit und Jugend verbrachte er im kleinen wie dörflichen Lintorf.  

Seine Schulkameraden nannten in Mecki, weil er so klein war. Diesen Spitznahmen behielt Werner Harte sein Leben lang. Gefallen hat ihm der Name nicht, hat sich aber später damit abgefunden.

Am 1. April 1935 begann Werner seine dreijährige Ausbildung als Sparkassenlehrling. 1939 ging es  zum Reichsarbeitsdienst, wo er auch ein Pferd zugeteilt bekam und er sich seiner Leidenschaft Reiten widmen konnte. Mit den zwei Pferden Raudi und Ottokar führte ihn der Krieg als Meldereiter quer durch Europa bis er schließlich 1945 in Gefangenschaft geriet und im „Lager 123“ in Tüll/Frankreich bleiben musste. Im April 1948 kam Mecki aus der Gefangenschaft zurück. Er erreichte Lintorf mit dem Bummelzug am späten Vormittag. Zwei kleine Mädchen sahen ihn am Bahnhof. Die eine sagte: „Das ist ja der Mecki. Meine Mutter sagt, der kommt heute aus der Gefangenschaft zurück.“ Und Werner Hatte hatte doch so sehr gehofft, dieser Name sei vergessen worden.

1951 heiratet er Ellen Elbers aus Kettwig vor der Brücke. Zeit Lebens arbeitete er bei Josef Lang in Großenbaum, wo er 75-jährig in den Ruhestand ging. 1956 erfolgte durch ihn die Gründung des Reitercorps Lintorf, wo er bis zu seinem Tod am 24. Juli 2013 auch Mitglied blieb. Er führte seinen Verein 25 Jahre als Vorsitzender und Rittmeister, setzte sich für die Reitausbildung ein, initiierte die bekannten Ringstechen und die Lintorfer Reitturniere. Zehn Jahre lang war Werner Harte Oberst der Bruderschaft.

Werner Mecki Harte im Jahr 2009 (Foto: privat)

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