Wackerbarth-Werkschau: 40 Jahre Rote Couch

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Neuss. Am Sonntag, 12. Mai, 12 bis 15 Uhr eröffnet die Kunstinitiative Wurzeln und Flügel die Wackerbarth-Werkschau „40 Jahre Rote Couch“ auf Schloss Reuschenberg an der Gerhard-Hoehme-Allee 1 in Neuss.

Gezeigt wird ein beeindruckender Querschnitt aus 40 Jahren kreativen Schaffens: Mehr als 70 Bilder aus Horst Wackerbarths Lebensprojekt „The Red Couch – A Gallery of Mankind“, – einem Dialog mit Fotografien, Texten und Video-Aufzeichnungen zu den Themen der Menschheit. Was denkt, fühlt, wünscht und erhofft sich der Mensch des 21. Jahrhunderts?

Bis heute haben über 1000 Menschen in 53 Ländern auf seiner Roten Couch gesessen und in 54 Sprachen zwölf universelle Fragen zu Glück, Unglück, Tod, Universum, Angst und Hoffnung beantwortet. Dabei geht es dem Künstler nicht um die Prominenz der Porträtierten.

„Ob Jung oder Alt, Arm oder Reich, Prominent oder Unbekannt, Nobelpreisträger oder Analphabet – jeder Mensch ist einzigartig“, betont Horst Wackerbarth. Seine Protagonisten trifft er in den Metropolen Europas, in der Eiswüste Alaskas, im tropischen Regenwald Südamerikas und in den Dörfern Sibiriens. Immer mit dabei: Seine legendäre „Rote Couch“. 

Nur eine Couch ist jeweils im Umlauf. Drei sind bereits verloren gegangen: Eine ist bei einem gewagten Schiffsmanöver in den Pazifik gefallen, eine bei Aufnahmen mit Feuerwehrmännern abgebrannt und eine wurde versehentlich von Arbeitern eines Museums für Sperrmüll gehalten und entsorgt. Die derzeit „amtierende“ Couch ist seit 1996 im Einsatz.

Horst Wackerbarth ist sicher: „Das Projekt ist ein „work in progress“, eine „never ending story“. Seine Arbeiten sind inzwischen in elf Buch-Monografien veröffentlicht, wurden bereits in mehr als 50 Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit gezeigt und sind in 13 bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgenommen.

Kuratorin der Ausstellung ist Goldschmiedin und Kunstliebhaberin Beate Düsterberg von der Kunstinitiative Wurzeln und Flügel, die mit dem Kunstverein Ulmer Höh´ (K.U.H.), dem auch Horst Wackerbarth angehört, kooperiert. Ein Anliegen beider Vereine ist die Erhaltung und Umgestaltung der Gefängniskapelle auf dem Gelände der ehemaligen JVA an der Ulmenstraße in Düsseldorf zu einem Ort der Kunst und Kultur. Dieses kulturpolitische Engagement wird ebenfalls während der Ausstellung vorgestellt. Auch die kürzlich verstorbene Schauspielerin Hannelore Elsner, eine gute Freundin von Horst Wackerbarth, unterstützte das Projekt. 

Die Werkschau ist mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet und kann bis Mitte September besucht werden. Führungen sind auch nach Vereinbarung möglich.

Anmeldungen unter Telefon 02131/405 35 80 oder post@wurzelnundfluegel.org.

Foto: George Sylva

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