Vortrag: Utopie der rationalen Verwaltung

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Duisburg. Als Teil der Duisburger Akzente lädt das Stadtarchiv am Donnerstag, 4. April, um 18 Uhr zu einem Vortrag über „Die Utopie der rationalen Verwaltung. Konzepte zur Effizienzsteigerung in der städtischen Bürokratie etwa 1900 – 1960“ in die DenkStätte auf den Kamelplatz 5 am Innenhafen ein. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Andreas Pilger, Leiter des Stadtarchivs, arbeitet in dem Vortrag die utopischen Idealvorstellungen heraus und zeigt auf, welche Probleme entstanden sind. Nach der allmählichen Etablierung bürokratischer Strukturen im späten 19. Jahrhundert waren vor allem die Jahrzehnte nach den beiden Weltkriegen für die Duisburger Stadtverwaltung Zeiten eines beschleunigten organisatorischen Wandels. Die öffentlichen Aufgaben nahmen vor allem im Sozialbereich zu, das zur Verfügung stehende Personal und die Finanzmittel waren hingegen begrenzt. Dies führte innerhalb der Stadtverwaltung zu verschiedenen Maßnahmen der Effizienzsteigerung. Dazu zählten die kritische Überprüfung des Aufgabenkanons und des administrativen Aufbaus, eine verstärkte Standardisierung der Geschäftsabläufe und Aktenführung und nicht zuletzt der verstärkte Einsatz von Technik. Vielen dieser Ansätze lagen utopische Vorstellungen von der Wirkungsmacht rationaler Planung zugrunde.

Lochkartenabteilung der Stadtverwaltung Duisburg 1960 (Foto: Stadt Duisburg)

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