Vortrag über Goethes Wahlverwandtschaften

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Düsseldorf. Einen Vortrag über Goethes epochalen Roman „Die Wahlverwandtschaften“ hält Professor Hans-Georg Pott von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf am Mittwoch, 16. Oktober, um 20 Uhr im Goethe-Museum (Schloss Jägerhof), Jacobistraße 2. Das Vortragsthema lautet: „Die Chemie stimmt (oder nicht). Goethes Wahlverwandtschaften“. Der Eintritt ist frei.

Von Menschen, die sich mögen, sagt man, zwischen ihnen stimme die Chemie. So stellt es auch das chemische Gleichnis in Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ dar. Ist damit ein bloß vorwissenschaftliches Analogiedenken gegeben im Sinne von: „es scheint so, als ob…“ oder eine gewisse „objektive“ Erkenntnis menschlicher Beziehungen angedeutet? Was ist mit Goethes Worten ein „großer sittlicher Unfall“ und eine „schuldlose Schuld“? All diesen Fragen wird im Rahmen des Vortrags nachgegangen.

Wie schon in Goethes Rede zum „Schäkespears Tag“ geht es auch um den „geheimen Punkt: in dem das Eigentümliche unsres Ichs, die prätendierte Freiheit unsres Wollens, mit dem notwendigen Gang des Ganzen zusammenstößt“. Der Roman verlangt von seinen Leserinnen und Lesern, darüber in einem breiten Spektrum von Themen und Motiven nachzudenken, wie zum Beispiel Liebe und Ehe, Natur und Kultur (Sittlichkeit), Charakter und Schicksal oder Zufall und Notwendigkeit.

Foto: Jörg Wiegels [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

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