Volkstrauertag: drei Kranzniederlegungen

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Lintorf. Es war ein ungewöhnlicher Volkstrauertag. Erstmals seit 1950 konnte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464 die gemeinsame Gedenkfeier aller Lintorfer am Ehrenmal auf der Drupnas nicht durchführen. Die Feuerwehr legte einen Kranz am Waldfriedhof nieder, der TuS Lintorfer gedachte wie früher am Ehrenmal des Vereins auf dem alten Friedhof der Opfer von Krieg und Gewalt. Bruderschaftskönig Sebastian Kahlert und Schützenchef Andreas Preuß legten den Kranz am Ehrenmal auf der Drupnas nieder.

Detlev Czoske (von links), Manfred Haufs,, Udo Middendorf und Christian Koch am Ehrenmal des Tus Lintorf auf dem alten Friedhof

Seit 1950 veranstalten die Lintorfer Schützen die Gedenkfeier am Volkstrauertag. Jedes Jahr nehmen zahlreiche Vereine und Organisationen aus Lintorf an der Gedenkstunde auf der Drupnas teil. Seit wenigen Jahren beginnt die Gedenkfeier am Ehrenmal des TuS Lintorf auf dem alten Friedhof, bevor dann die Teilnehmer gemeinsam zur Drupnas ziehen.

In diesem Jahr war alles anders. Um 11 Uhr holten Bruderschaftskönig Sebastian Kahlert und Schützenchef Andreas Preuß den Kranz bei Blumen Chill persönlich ab und trugen ihn hinüber zur Drupnas. Dort legten sie den Kranz am Ehrenmal ab und gedachten der Opfer von Krieg und Gewalt in Stille. Einige Spaziergänger, die das schöne Wetter nutzten, verfolgten das Geschehen.

Bereits zuvor hatte die Feuerwehr ihren Kranz auf dem Waldfriedhof niedergelegt. Gewöhnlich beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr Lintorf aber an der gemeinsamen Gedenkfeier auf der Drupnas.

Die Verantwortlichen des TuS 08 Lintorf schließlich gedachten am Ehrenmal der in den beiden Weltkriegen verstorbenen Vereinsmitglieder.

Schützenchef Andreas Preuß: “Ich hoffe, dass wir diese Gedenkfeier im kommenden Jahr wieder vernünftig durchführen können.”

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