VLH: Industrierroute Rhein entdecken

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Lintorf. Einen äußerst spannenden Vortrag hielt jetzt der Historiker Peter Henkel (Foto) beim Verein Lintorfer Heimatfreunde. Er stellte den Zuhörern im Sitzungssaal des alten Rathauses die Idee der Industrieroute Rhein vor. Dabei berichtete er von vielen spannenden Themen der rheinischen Industriegeschichte. Aber auch den Umgang mit der eigenen Geschichte im Rheinland beleuchtete der Düsseldorfer.

Während das Ruhrgebiet spätestens seit den 1980er Jahren alte Industriegebäude erhält und neu nutzt, seien zwischen Düsseldorf und Köln selbst in den vergangenen Jahren noch wichtige Zeugen der jüngeren Industriegeschichte abgerissen worden. Allerdings, so der Zeithistoriker, sei dies auch der Tatsache geschuldet, dass es im Rheinischen, anders als an der Ruhr, noch eine lebendige Industrie gäbe. 

Die Industrieroute Rhein gibt es noch nicht. Es gibt Ideen und konkrete Vorschläge, wie sie aussehen soll. Vorbild ist der Industriepfad Gerresheim. Ähnlich aufgebaut ist in Köln die Via Industrialis. Aus diesen beiden Projekten heraus entstand die Idee der Industrieroute Rhein.

Sie reicht von Wesel bis Bonn und umfasst fünf Regionen. „Wir haben lange überlegt, ob wir das Bergische Land hinzu nehmen“, sagte Henkel. „Aber die Industrialisierung des Rheinlands ist ohne das Bergische nicht vorstellbar.“

Dier erste Eisenbahnlinie in Westdeutschland habe von Elberfeld (Wuppertal) nach Gerresheim geführt, nicht umgekehrt. Die Industriellen in Elberfeld brauchten für ihre Waren ein neues Transportmittel. Die Landstraßen waren mit Pferdefuhrwerken verstopft, sozusagen Vorläufer der A46.

Elf Themen sollen auf dieser Industrieroute behandelt werden. Das reicht von der chemischen Industrie und Textilindustrie über Lebensmittel- und Montanindustrie bis zu Rheinhäfen und Rheinbrücken. Ein erster wichtiger Schritt in die Öffentlichkeit wird eine Internetseite, die in den kommenden Wochen ins Netz gestellt werden soll.

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