VHS: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

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Duisburg. Der Duisburger Historiker Ludger J. Heid reflektiert in einem Online-Vortrag am Montag, 12. April, die Geschichte von 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland. Die Veranstaltung findet um 20 Uhr in der Videokonferenzanwendung Edudip statt.

Der Stand der Juden in der deutschen Gesellschaft war nie einfach. Besonders schlimm erging es ihnen während der Nazi-Herrschaft. Deswegen verwundert es nicht, dass es nach dem Holocaust bei den in Deutschland lebenden Juden sprichwörtlich immer hieß, sie säßen auf gepackten Koffern. Dann, als sich ihre Situation konsolidiert hatte, hieß es, die Koffer seien nunmehr ausgepackt.

Dies habe sich nach Auffassung des Duisburger Historikers Ludger J. Heid ganz offensichtlich im wiedervereinigten Deutschland geändert: „Spätestens nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle hat sich in der Bundesrepublik wieder ein alt-neuer Antisemitismus breit gemacht, der bei den Juden die Frage aufwirft, ob die Koffer wieder gepackt werden müssen.“ Er untersucht dabei, wie sicher jüdisches Leben im heutigen Deutschland ist.

Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro. Der Link zur Veranstaltung wird nach Anmeldung versandt.

Weitere Information und Anmeldung bei der VHS, Josip Sosic, Telefon 0203/283-3725.

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