Ursprung des Karnevals

Werbung

Vergangene Woche hieß es wieder Helau nach der langen Coronapause. In vielen Städten wurde
rund um den 11.11. die Karnevalssession mit dem Hoppeditzerwachen begrüßt. Doch woher genau kommt der Brauch, Karneval zu feiern?

Karneval ist für viele die fünfte Jahreszeit. Umzüge, Feiern und viele bunte Kostüme. Das macht Karneval aus. Dabei ist der Ursprung, woher Karneval kommt, gar nicht genau geklärt.

Karneval ist der Beginn der Fastenzeit
Zum einen kann man den Brauch des Karnevals auf einen christlichen Ursprung zurück führen. Früher symbolisierte der Karneval den Beginn der Fastenzeit. An Hoppeditz konnte noch einmal so richtig gefeiert werden, bevor danach die Fastenzeit begann. Außerdem waren Herrscher und Untertanen für diese kurze Zeit gleichgestellt.

Bereits die alten Römer feierten
Karneval hat jedoch auch zu einem großen Teil einen heidnischen Ursprung. So feierten bereits die Römer das sogenannte Saturnalienfest, welches dem heutigen Karneval stark ähnelt. Dabei standen Witze und Spaß im Vordergrund.

Carrus navalis oder carne levare – Namensursprung des Karnevals
Schon im alten Rom gab es Umzüge. Sogenannte „Seekarren“, auf Latein „carrus navalis“ wurden geschmückt und durch die Stadt gezogen. Daraus lässt sich vermutlich der Name Karneval ableiten. Eine andere Theorie ist, dass Karneval vom lateinischen Begriff „carne levare“, übersetzt „Fleisch wegnehmen“ kommt.

Germanisches Winterabschiedsfest
Der Ursprung der Masken kommt vermutlich vom Winterabschiedsfest der Germanen. Durch die Masken sollten böse Geister vertrieben werden.

Der 11.11. – Jux und Narretei?
Karnevalsbeginn ist der 11.11. um 11:11 Uhr. Elf ist die Narrenzahl im Karneval. Früher wurden diejenigen die die zehn Gebote übertraten, als Narr bezeichnet. Somit stellte die 11 eine Zahl der Sünde dar. Außerdem ist die 11 eine Schnapszahl – früher ein Symbol des Übernatürlichen.

Der heutige Karneval, so wie wir ihn kennen, ist also auf verschiedene Traditionen zurückzuführen. Die heidnischen und christlichen Bräuche vermischten sich mit der Zeit. Klar ist: Traditionen, wie die Gleichheit aller oder die Bedeutung der Zahl elf, sind heute ebenso vorhanden wie damals.

SW