Unwetter beschäftigt Feuerwehr weiter

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Ratingen. Das gestrige Unwetter beschäftigt die Feuerwehr auch an diesem Morgen noch, meldet die Feuerwehr am frühen Donnerstagmorgen. Derzeit gibt es zwei Einsastzschwerpunkte. In Ratiungen-West und Tiefenbroich sind die Kapazitäten von Schwarzbach, Sandbach und Haarbach seit 19 Uhr erschöpft. Hierdurch kann die Kanalisation nicht entlastet werden. Aufgrund des stark steigenden Pegels des Schwarzbaches lief Wasser in ein Trafohäuschen der Pumpstation Regenrückhaltebecken Niederbecksweg. Die Stadtwerke Ratingen mussten die Anlage stromlos schalten. Durch diese notwendige Maßnahme liefen rund 150 Keller voll. Der Pegel des Schwarzbaches ist unverändert hoch. Derzeit wird versucht die Pumpstation wieder in Betrieb zu setzen. Die Flüchtlingsunterkunft Niederbecksweg mit etwa 25 Bewohnern musste geräumt werden, sie konnten in einer anderen Unterkunft untergebracht werden.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt entwickelt sich in Tiefenbroich entlang der Anger. Am Angermunder Weg läuft die Anger seit längerer Zeit über. In einer Vielzahl von Häusern am Angermunder Weg, Kleine und Große Dörnen sind Keller überflutet worden. Das Eingreifen der Feuerwehr ist auch hier nicht möglich, da große Wassermassen nachlaufen und die Kanalisation kein Wasser aufnehmen kann. Der Wasserstand der Anger muss hier erst sinken.

In Lintorf hat sich der Dickelsbach an der Tiefenbroicher Straße gestaut und die Straße, einen Parkplatz und den Bürgershof (der Lintorfer berichtete noch heute Nacht) geflutet. Der Straßenverkehr war hier teils erheblich gestört, da ein Befahren der Straße nicht möglich war. An der Rehecke hat ein kleiner Bachlauf den etwa 1000 Quadratmeter großen Lagerkeller einer Firma rund einen Meter hoch mit Wasser geflutet.

Die Kräfte der Feuerwehr Ratingen werden derzeit reduziert, um für die Folgetage ausgeruhte Kräfte zur Verfügung zu haben. Gegen fünf Uhr gab es noch 45 offene Einsatzstellen in der Stadt.

Sobald der Wasserstand gesunken ist, wird die Feuerwehr dort tätig werden und die Bewohner unterstützen.

Im Einsatz waren alle verfügbaren Kräfte der Feuerwehr Ratingen.

Foto: Feuerwehr

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