Ungewöhnlich: Tango und Fuge im Konzert

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Ratingen. Am Freitag, 2. November, 20 Uhr gastiert im Ferdinand-Trimborn-Saal, Poststraße 23, das Glorvigen Trio (Per Arne Glorvigen, Bandoneon, Daniela Braun, Violine und   Arnulf Ballhorn, Kontrabass). Eintrittskarten für 13,50 Euro gibt es im Kulturamt, Minoritenstraße 3a, und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Reservierung sind möglich, Telefon 02102/5504104/-05.

Das Ensemble stellt auf seinem ersten gemeinsamen Album „El Arte de la Fuga y del Tango“ ausgewählte Kontrapunkte aus Bachs Meisterwerk dem Tango verschiedener Epochen gegenüber und verwebt diese zu gar unerwarteter Einheit. Johann Sebastian Bach schrieb mit der „Kunst der Fuge“ eine der rätselhaftesten Kompositionen, die Musikern zur Interpretation und Gestaltung zur Verfügung steht. Die Suche nach Gemeinsamkeiten mit dem Tango erscheint auf den ersten Blick absurd, doch gibt es mehr Berührungspunkte als zu vermuten ist.

Der Norweger Per Arne Glorvigen gehört zu den bedeutendsten Bandoneonsolisten der Gegenwart. Glorvigen studierte in Paris bei dem argentinischen Bandoneonmeister Juan Jose Mosalini. Sein Interpretationsstil ist wesentlich geprägt durch persönliche Kontakte zu Astor Piazzolla, Marconi und Binelli. In seinen Händen und denen seiner kongenialen Triopartner wird der Tango um zahlreiche Facetten erweitert: Von den Anfängen des Tangos über die Werke des großen Piazzolla bis hin zu neuen Tönen von Per Arne Glorvigen und dem Kontrabassisten Arnulf Ballhorn vollziehen sie den abenteuerlichen Weg des Instruments nach. Parallelen sowohl zum Barock als auch zum Jazz werden dabei wie nebenbei aufgedeckt.

Foto: Branco Majewski

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