Umweltbildungszentrum am Blauen See geplant

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Ratingen. Etwa 40 Ratinger nahmen am Seminar „Umweltbildungszentrum Blauer See“ teil, um ihre Visionen für das Vorhaben zusammen zu tragen. Im historischen Ambiente des Herrenhaus Cromford begrüßte Dezernent Martin Gentzsch die Teilnehmer. Neben dem Verwaltungsvorstand und den Ratinger Fraktionen waren Lehrer, Kindergartenleiterinnen, Naturschutzverbände und Vertreter der Kreisbehörde und der Stadtverwaltung vertreten. Durch die Veranstaltung führten Hans-Martin Kochanek und Ute Pfeiffer-Frohnhoff vom NaturGut Ophoven. Als langjähriger Leiter des Umweltbildungszentrums in Leverkusen-Opladen erstellt Kochanek für die Stadt eine Machbarkeitsstudie „Umweltbildungszentrum Blauer See“. Die Ergebnisse werden für August erwartet.

In seiner Einführung gab er einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten eines Umweltbildungszentrums (UBZ) und der Arbeit im NaturGut Ophoven. In Deutschland gibt es etwa 1200 UBZ mit sehr unterschiedlichen Strukturen. So unterschiedlich das Konzept der Trägerschaft, die Themenschwerpunkte und die örtlichen Gegebenheiten sein mögen – gemein haben sie alle das Bestreben, Bürger in ihren Kompetenzen zu unterstützen, die für die positive Bewältigung unserer Zukunft notwendig sind. Diese „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist die große Klammer über alle modernen Umweltbildungszentren und findet sich seit 2016 in der BNE-Strategie des Landes wieder.

[quote]Hans-Martin Kochanek: „Die Authentizität eines Bildungszentrums steht an oberster Stelle, denn nur ein Ort der selber Natur- und Umweltbewusstsein ausstrahlt, kann bei den Besuchern auch ein ähnliches Gefühl wachsen lassen.“[/quote]

„Wir vom NaturGut Ophoven möchten Ihnen die Strategie unseres Umweltbildungszentrums erläutern, so dass Sie daraus Ihre Version für ein UBZ in Ratingen entwickeln können“, ermutigte Kochanek die Teilnehmer und führte die Arbeitsgruppen in die fünf Themeninseln ein. Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden, wer sind die Zielgruppen, durch welches Alleinstellungsmerkmal soll sich das UBZ hervorheben? All dies wurde diskutiert – aber auch Öffnungszeiten und mögliche Elemente, die das Zentrum charakterisieren sollen.

Nach über zwei Stunden lebhafter Diskussionen wurden alle Vorschläge gemeinsam priorisiert. So wurden die Themen Wald und Bäume, Klimaschutz und Erlebnispfad als mögliche Hauptschwerpunkte genannt. Weiterhin zeichnet sich der Standort durch eine Konzentrierung historischer als auch naturnaher Merkmale, wie eine in Europa einmalige geologische Besonderheit der Erdzeitgeschichte, die industrielle Vorgeschichte durch Cromford und Kalksteinwerk, die Naturbühne und die unmittelbare Nähe zur „grüne Lunge“ und dem Angertal, aus und sichert das Alleinstellungmerkmal des Standortes.

„Ich bin begeistert von den vielen tollen Anregungen, welche die Teilnehmer unseres Workshops uns mitgegeben haben“, äußerte sich Dezernent Gentzsch zum Abschluss. „Ich denke, dass hiermit eine ideale Grundlage für die Machbarkeitsstudie geschaffen wurde“.

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