UDE zeigt koreanisch-japanische Geschichten

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Duisburg. Japan und Korea teilen eine Jahrhunderte lange Tradition und sind doch verschieden, was Sprache, Philosophie, Musik, Esskultur und andere Alltagsdinge angeht. Wo diese verwurzelt sind, möchte das asiatische Kunst-Projekt AS Pedia verstehen helfen. Zwei seiner Künstlerinnen stellen ihre Werke jetzt an der Universität Duisburg-Essen (UDE) aus. Zur Eröffnung von “A Tale of Korea and Japan“ am Dienstag, 30. Oktober, 18 Uhr, führen die beiden persönlich durch die Schau. 

Insook Kim hat 12 Fotos ausgewählt, die das Leben von Zainichi porträtieren, der koreanischen Minderheit in Japan. Außerdem zeigt die Künstlerin ihre Arbeit “Between Breads and Noodles”. Diese basiert auf Interviews mit Koreanern, die sich in den 1960er/70er Jahren nach Deutschland aufmachten, um hier als Bergarbeiter oder Krankenschwester zu arbeiten.

Woojin Kim hingegen präsentiert zehn Illustrationen aus ihrer aktuellen Arbeit “Memory of Brave New Exercise“. Es geht um Menschen beim Massenturnen. Um sich dem Thema anzunähern, hat sie wie ihre Künstlerkollegin sozialwissenschaftliche Methoden angewendet: in Archiven recherchiert, Interviews geführt und selbst an Turn-Veranstaltungen teilgenommen.

Ausgestellt werden außerdem verschiedene Publikationen zum Projekt AS Pedia. Der Name steht für ASIAN Pedia und teilt die Wikipedia-Idee, dass Menschen verschiedenster Herkunft Wissen zusammentragen und für alle zugänglich machen.

Die Ausstellung läuft bis März 2019 auf den Gängen der 7. Etage des LE-Gebäudes am Campus Duisburg; sie kann besichtigt werden montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr.

Foto: Kim Insook

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