Trotz Regen viel Blau im Chromforder Herrenhaus

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Ratingen. In einem der Kurse des Ratinger Frauenkulturherbstes wurden am vergangenen Samstag kleine Tücher und Schals in der Shibori-Färbetechnik hergestellt. Mit dieser aus Japan stammenden Färbemethode wurden schon vor Jahrtausenden dekorative Kimonobordüren hergestellt. Die interessanten Muster entstehen durch zahlreiche Faltungen des Stoffes. Zusätzlich werden dann Falten, Ecken oder kleine Zipfel mit Gummibändern, Wäscheklammern oder Baumwollfäden abgeteilt. An diesen Stellen dringt gar keine oder weniger Farbe in das Gewebe ein.

Kursleiterin Ulrike Bednarski hatte ein paar Schals mitgebracht und erklärte allen die unterschiedlichen Faltmöglichkeiten und deren Auswirkungen auf die Einfärbung des Stoffes. Alle Kursteilnehmerinnen machten mit viel Vergnügen erst einmal unterschiedliche Musterstücke, um dann zu schauen mit welcher Technik sie ihren großen Schal abbinden wollen. Aus den kleinen Stoffstücken lassen sich kleine Beutelchen, Tischsets oder Servietten nähen. Das Falten der langen Schals war ein kleines Abenteuer, da man vorher nie genau sagen kann, wie der Schal am Ende aussehen wird.

Während der Einwirkzeit im Färbebad besuchten die Teilnehmerinnen die Sonderausstellung „Mode 68. Mini, sexy, provokant“ im Industriemuseum. Fast jede hatte die eine oder andere persönliche Erinnerung zu den unterschiedlichsten Exponaten beizusteuern.

Danach ging es dann daran Klammern und Gummibänder zu lösen, die überschüssige Farbe auszuwaschen und das gute Stück ins Fixierbad zu legen. „Sie sind aber schon alle ein wenig Blauverrückt, oder?“, meinte Gabi Welsch-Schwalfenberg während man sich zum Foto gruppierte, um die schönen, sehr individuellen Schals zu präsentieren. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ratingen hatte sich angemeldet, um sich einmal selbst in dieser Technik zu versuchen.

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