Triathlet Fischer meistert Bergmarathon

Werbung

Breitscheid. Endlich einmal wieder am Start stehen! Unter diesem Motto ging es für den Triathleten Jan Fischer vom TuS Breitscheid jetzt in Scheffau am Wilden Kaiser in Österreich über eine 56 Kilometer lange Strecke mit stolzen 3800 Höhenmeter. Fischer kam nach 8:30 Stunden als 22. von über 120 Teilnehmern ins Ziel.

„Laufen in den Bergen ist etwas ganz Neues für mich, für das ich erst in den letzten Monaten meine Leidenschaft entdeckt habe“, beridhtet Fischer. Fischer bestritt bereits mehrfach Ironman-Rennen und startete für seinen ehemaligen Verein in Hennef in der zweiten Triathlon-Bundesliga.

Nach 20 Jahren Triathlon und den vielen Lockdown-Monaten ohne Wettkämpfe wollte er nun einmal neue Wege gehen. Während der Vorbereitung im Frühjahr kamen dem in Kettwig wohnenden Fischer erste Zweifel, wie er im Ruhrtal für die Alpen trainieren soll. Schnell kam Fischer die Erkenntnis, dass „zu kurze Berge“ halt öfter gelaufen werden müssen.

Trotz entsprechend systematischer Vorbereitung startete Fischer am Wettkampftag defensiv aus dem hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes, konnte dann aber recht schnell zu den vorderen Plätzen aufschließen. „Bergauf hieß es, die Muskeln brennen zu lassen, bergab Vollgas geben“, so Fischer. Dabei erforderte die extrem steile und steinige Strecke immer die volle Konzentration.

„Das fiel mit zunehmender Strecke schwerer und insbesondere ab Ultrakilometer 43 machte sich die physische und mentale Erschöpfung auf den technisch anspruchsvollen Wanderwegen immer stärker bemerkbar. Dann kamen auch noch Schneefelder und kleinere Klettereinheiten an Stahlseilen und -leitern dazu. Ehrlich gesagt wusste ich kurz vor dem Ziel nicht, ob ich ankomme.“

Fischer aber hielt durch. Dies machte auch seine Frau Svenja Bock-Fischer möglich, die ihn nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch während des Laufes tatkräftig unterstützte.

Foto: privat

Werbung