Treffen der „NS-Gedenkstätten“ in Düsseldorf

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Düsseldorf. Gastgeberin des bundesweiten Gedenkstättenseminars „Jugendliche in Gedenkstätten“ war die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Bei Eröffnung im Hetjens-Museum begrüßte Oberbürgermeister Thomas Geisel die über 100 Teilnehmer. In seinem Grußwort sagte er: „Gedenkstätten, Erinnerungs- und Lernorte, die die Verbrechen der NS-Diktatur thematisieren und dem Andenken an die Opfer von Verfolgung und Ausgrenzung, Terror und Völkermord gewidmet sind, sind heute selbstverständlicher Teil der politischen Kultur der Bundesrepublik.“

„Für uns als Gedenkstätte ist diese Konferenz sehr wichtig, um die Vernetzung mit den anderen Häusern zu zeigen und aktiv zu leben. Der Abschied von der Zeitzeugengeneration, das Erinnern in einer Migrationsgesellschaft sowie auch die neuen geschichtspolitischen Debatten zur Erinnerungskultur in unserem Land, das alles sind offene und höchst aktuelle Fragen, die alle Gedenkstätten derzeit umtreiben. Sich kollegial auszutauschen, ist daher enorm wichtig“, so Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

An zwei Einführungsvorträge über historisch-politische Bildungsarbeit und über das Geschichtsinteresse und das Geschichtslernen von Jugendlichen von Professor Johannes Meyer-Hamme (Universität Paderborn) und Stephanie Bohra (Berlin) schlossen sich Führungen und Seminare in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Exkursionen und Fachdiskussionen in Arbeitsgruppen an. An den Aktivitäten nahmen unter anderem Vertreter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz Berlin, des Dachauer Max-Mannheimer-Studienzentrums, der KZ-Gedenkstätten Flossenbürg, Mittelbau-Dora, Osthofen, Neuengamme und Sachsenhausen sowie kleinerer Gedenkstätten und Lernorte aus ganz Deutschland teil.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

 

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