Traumjob mit Sinn und gutem Gefühl

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Ratingen (Red). Hand aufs Herz: Wie viele Menschen können schon von sich sagen, dass Sie wirklich glücklich sind in ihrem Job? Dass sie nicht nur einen Beruf haben, sondern sich auch dazu berufen fühlen? Nun, Daniela Moske zum Beispiel. Für die Gesundheits- und Krankenpflegerin im Seniorenzentrum an der Rosenstraße steht fest: „Für mich hat es nie einen anderen Beruf gegeben und ich kann mir nichts vorstellen, was ich lieber täte.“

Schon als kleines Mädchen, sie war gerade erst 11 Jahre alt, stand für Daniela Moske fest: „Wenn ich groß bin, möchte ich Krankenschwester werden.“ Heute, 20 Jahre später, ist sie längst in ihrem Traumjob angekommen und muss noch immer lächeln, wenn sie daran zurückdenkt. Sie wusste, was sie wollte und sie wollte, was sie wusste – mit Menschen arbeiten und für Menschen da sein. Auch, wenn der Beruf der Pflegekraft tatsächlich, wie der Namen schon sagt, auch Kraft kostet.

Der typische Frühdienst in der Pflege startet um 6.30 Uhr mit der Übergabe von der Nachwache. Gab es keine Besonderheiten, verteilen sich die Pflegerinnen und Pfleger auf „ihre“ Wohnbereiche und besuchen „ihre“ Bewohner. Tabletten stellen und verteilen, sie helfen beim Waschen und Anziehen, reichen das Essen, wenn nötig und finden immer ein paar freundliche Worte und hören zu, ob es besondere Wünsche für den Tag gibt. Je nach Pflegegrad der Bewohner sind die Aufgaben unterschiedlich, und von Mensch zu Mensch verschieden.

„Ich habe viel Erfahrung mit der Pflege von Bewohnern, die nicht mehr aufstehen können, die bettlägerig sind“, erzählt Daniela Moske. Bevor sie im Seniorenzentrum an der Rosenstraße anfing, arbeitete sie in einem Haus mit vielen komatösen und künstlich beatmeten Patienten. Das hat ihre Wahrnehmung geschult: „Ich höre schon am Atem, ob es jemandem gut geht.“ Wenn Worte die Bewohner nicht erreichen, können manchmal die Augen und Blicke sprechen. Hier mal eine herzliche Berührung, dort auch mal eine Lagerung mit zwei Pflegern, damit die Arbeit nicht zu sehr auf den Rücken geht.

„So lange es möglich und sinnvoll ist, versuchen wir, unsere Bewohner zu mobilisieren, wir trainieren ihre Fähigkeiten, um uns gemeinsam über Fortschritte zu freuen“, erzählt die 31-Jährige, zu deren Stärken sicher Kontaktfreudigkeit und Zugewandtheit zählen. In der Einrichtung an der Rosenstraße geht es natürlich auch um Pflege-Standards und Vorschriften, das weiß die Praxisanleiterin, die sich intensiv um die Auszubildenden kümmert, nur zu gut. Aber jede Pflegekraft ist eingeladen, sich auch kreativ für die Bewohner einzubringen. „Das kann mal ein Mitbringsel für eine Bewohnerin sein oder hübsche Deko, die man in seiner Freizeit beim Shoppen entdeckt und dann mit ins Haus bringt“, so Moske. Es geht schlicht darum, im Miteinander eine gute Zeit zu erleben.

Die Angehörigen sind gestorben, die Kinder weggezogen und kommen nur noch selten vorbei. Einsamkeit im Alter. Auch sie zu sehen, ist Teil der Pflege-Philosophie im Seniorenzentrum an der Rosenstraße. Wenn Corona nicht dagegen spricht, gilt grundsätzlich: „Wir bieten viele Gruppen- und Betreuungsangebote vom Kochen bis zur künstlerischen Arbeit, wir fördern das Miteinander, ob im Speisesaal oder bei Festen“, erklärt Moske. Das Wichtigste sei aber, sich als Pflegekraft immer wieder bewusst Zeit zu nehmen und Zeit zu schenken. „Wir kennen die Bewohner gut – und sie kennen uns gut, es ist alles sehr familiär. Wer pflegen will, muss schon mit dem Herzen dabei sein.“ Der Lohn der Arbeit findet sich nicht nur auf dem Konto, er liegt vielmehr im Sinn des täglichen Tuns. Wer nach Hause geht, weiß was er getan hat – und geht eben deshalb mit gutem Gefühl, nah bei den Menschen gewesen zu sein.

Bei aller professionellen Distanz kann es da schon mal passieren, dass eine Kollegin beim Tod einer langjährigen Bewohnerin ein paar Tränen vergießt. Dafür muss sich keiner schämen. Im Gegenteil, es zeigt die Verbundenheit. Es liegt in der Natur des Lebens, dass es endet. Es liegt in der Natur der Sache, dass das oftmals im Seniorenheim geschieht. „Ich habe den Tod schon oft erlebt, doch jedes Mal ist er besonders, jedes Mal anders“, so Moske. Dann dimme man vielleicht das Licht ein bisschen, stelle ein Holz-Engelchen auf den Nachtisch und zünde eine Kerze an. Und erinnert sich an gemeinsame, schöne Augenblicke.

Info
Das Seniorenzentrum an der Rosenstraße bietet derzeit 86 Bewohnerinnen und Bewohnern ein Zuhause. Die Wohnbereiche sind um einen zentralen Aufenthaltsbereich gruppiert und verteilen sich auf drei Ebenen.

Insgesamt sind derzeit 48 Kräfte aktiv in der Pflege. Neben examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern zählen hierzu auch Pflege-Helfer und Auszubildende.

Die Einrichtung im Herzen Ratingens bietet Bewerbern interessante Möglichkeiten. Aktuelle Stellen unter https://www.fachklinik360grad.de/karriere/pflegepersonal/

Foto: privat

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