THW: Nachwuchs rettet

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Lintorf/Wesel. Fünf Junghelfer der Ortsgruppe Ratingen des Technischen Hilfswerks (THW) machte sich jetzt auf den Weg zum THW-Übungsgelände in Wesel. Dort trafen sie auf die Jugendgruppen aus Duisburg, Düsseldorf, Mülheim und Velbert. Die rund 40 Junghelfer standen Übung und Ausbildung auf dem Programm.

Kurz nach 4 Uhr am Samstagmorgen war die Nacht vorbei. Eine Einsatzübung erwartete den THW-Nachwuchs. Die Jugendlichen sahen sich den Folgen eines Erdbebens gegenüber, das für schwere Schäden, Verletzte und Vermisste sorgte. Die Retter von morgen organisierten sich selbstständig und teilten die Einsatzstellen untereinander auf.

Die fünf Junghelfer vom THW-Standort in Lintorf übernahmen Haus Nummer fünf. Vom Gebäude selbst stand nicht mehr viel und da keine Personen überirdisch gefunden wurden, verlagerten die Nachwuchsretter die Sucharbeiten in den Keller. Zunächst leuchteten sie den Zugang aus, um die weiteren Arbeiten sicher durchführen zu können. Da der Weg in den Keller durch eine Stahlgittertür versperrt war, machten sie sich den Weg mit einem Winkelschleifer frei. Damit war es nicht getan. Im Keller räumten die Jugendlichen Trümmer und Mobiliar beiseite und arbeiteten sich immer weiter vor.

Sie fanden die erste vermisste Person, dargestellt durch eine Puppe, im dritten Raum und brachten sie mit der Bergeschleppe nach draußen. Weiter ging es in der Enge und Dunkelheit, die nur von Handlampen erhellt wurde. Im letzten Raum machte das Lintorfer Team eine weitere Person ausfindig. Aufgrund der beengten Verhältnisse konnte die nur mit einem Bergetuch ans Tageslicht befördert werden.

Nachdem sie ihre erste Einsatzstelle erledigt hatten, wurden sie an eine weitere geschickt. Dort fanden sie keine weiteren Personen. Damit war die realitätsnahe Übung für die THW-Junghelfer beendet. Die anderen Jugendgruppen waren entweder auch bereits fertig oder kurz davor, ihre Arbeiten abzuschließen.

Einsatzkräfte des Ortsverbands Velbert hatten die Übung vorbereitet und standen während der Übung als Schiedsrichter mit Rat zur Seite. Sie übernahmen auch die Ausbildung an drei Stationen nach dem Mittagessen. Sie boten den Jugendlichen an, eine Seilbahn oder eine schiefe Ebene zu bauen. Mit beiden Methoden werden Personen aus oberen Stockwerken eines Hauses gerettet. Die Lintorfer Junghelfer nutzten das dritte Angebot und bauten eine Wandabstützung aus dem Einsatz-Gerüstsystem.

Vor der Abreise am Sonntag räumten alle gemeinsam das Übungsgelände und die Unterkunft auf.

Foto: THW/Sebastian Vogler

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